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Die Hōrai-Brücke (Hōrai-bashi) ist eine beeindruckende Holzfußgängerbrücke mit einer Länge von 897,4 Metern und einer Breite von 2,4 Metern, die über den Ōi-Fluss in der Stadt Shimada, Präfektur Shizuoka, führt. Im Jahr 1997 wurde sie als „längste Holzfußgängerbrücke der Welt“ im Guinness-Buch der Rekorde anerkannt. Die Brücke dient auch heute noch als landwirtschaftlicher Weg und bewahrt das Bild eines traditionellen japanischen Kulturlandschafts.
Ein besonderes Merkmal ist das System der „Chintori-bashi“, bei dem eine kleine Gebühr für das Überqueren entrichtet wird. Dies verleiht dem Ort einen historischen Charme. Besonders beliebt bei Fotografen ist die Brücke, da man von der Mitte aus bei gutem Wetter einen unvergleichlichen Blick auf den majestätischen Berg Fuji genießen kann.
Die Hōrai-Brücke wurde 1819 (Meiji 12) gebaut, um die Kultivierung des Makinohara-Plateaus zu unterstützen. Da die Überquerung des Ōi-Flusses mit kleinen Booten damals oft gefährlich war, war der Bau dieser Brücke für die landwirtschaftliche Entwicklung der Region von entscheidender Bedeutung.
Der Name „Hōrai“ enthält ein Wortspiel, das mit Glück und dem Fehlen von Unheil assoziiert wird, was die Brücke zu einem geschätzten Symbol der Region macht. Heute ist sie nicht nur ein wichtiges historisches Bauwerk, sondern auch ein beliebtes Ziel für Touristen, die die traditionelle japanische Ästhetik suchen.

Das Highlight ist der weite, offene Blick über den mächtigen Ōi-Fluss, der durch die hölzerne Struktur der Brücke ergänzt wird. Das warme Design des Holzes harmoniert perfekt mit der umliegenden Natur und schafft ein Gefühl der Ruhe. Zudem bietet die Brücke eine ideale Plattform, um die Verbindung zwischen Natur und Geschichte zu erleben.
Die Brücke ist auch als Drehort für verschiedene japanische Filmproduktionen, historische Dramen und Fernsehsendungen bekannt, was ihre kulturelle Bedeutung und visuelle Schönheit unterstreicht.
Die Brücke kann das ganze Jahr über besucht werden, aber ein Besuch bei klarem Himmel ist besonders empfehlenswert, um den Berg Fuji in voller Pracht zu sehen.
Für die beste Lichtstimmung eignen sich die hellen Mittagsstunden, in denen die grüne Umgebung besonders intensiv wirkt. Auch die Dämmerung bietet ein spektakuläres Panorama, wenn der Himmel orange färbt und die Silhouette der Brücke betont. Bitte beachten Sie, dass bei starkem Wind oder Regen die Sicherheit eingeschränkt sein kann.

Das Überqueren der längsten Holzbrücke der Welt ist ein einmaliges Erlebnis. Wer mit dem Fahrrad kommt, muss die Regel beachten, das Rad abzustellen und die Brücke zu Fuß zu überqueren. Am Ende der Brücke befindet sich das „Hōrai-bashi 897.4 Chaya“, wo Sie lokale Spezialitäten wie Sencha-Eis (Grüntee-Eis) probieren können.
Im Mai findet jährlich das „Hōrai-bashi Bonbori Matsuri“ statt, bei dem die Brücke mit traditionellen Laternen geschmückt wird, was für eine besonders festliche Atmosphäre sorgt.
Beim Überqueren ist eine kleine Gebühr zu entrichten. Zwischen 8:30 und 17:00 Uhr können Sie diese bei der Aufsichtsperson in der kleinen Hütte bezahlen; außerhalb dieser Zeiten nutzen Sie bitte den vorgesehenen Kasten. Da der Weg lang ist, empfehlen wir festes, bequemes Schuhwerk. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss dieses auf der Brücke unbedingt abschieben und zu Fuß führen.