
Guide
Die Yusumizugaura no Danbata (Terrassenfelder von Yusumizugaura) in der Stadt Uwajima, Präfektur Ehre, sind eine außergewöhnliche Kulturlandschaft. Die terrassenförmigen Felder, die durch das Stapeln kleiner Steine an steilen Berghängen entstanden sind, werden aufgrund ihrer markanten Form oft als „Pyramiden des Uwa-Meeres“ bezeichnet. Diese Landschaft ist weit mehr als nur eine schöne Aussicht; sie ist ein „Nationales wichtiges kulturelles Landschaftsdenkmal“, das die tiefe Verbindung und den Überlebenskampf der Menschen mit der Natur widerspiegelt.
Die Geschichte dieser Terrassenfelder reicht bis in die Edo-Zeit zurück. Es heißt, dass der dritte Herr des Uwajima-Clans den Bewohnern erlaubte, das Bergland frei zu kultivieren, sofern sie im Gegenzug die Sardinenfischerei unterstützten. In der Meiji-Zeit wurden die Steinmauern weiter ausgebaut, um den Anbau von Maulbeerbäumen für die Seidenraupenzucht zu ermöglichen. Früher dienten die Felder auch dem Anbau von Süßkartoffeln und Gerste. Heute wird die Erhaltung dieser wertvollen Kulturlandschaft durch die NPO „Danbata o Mamorou Kai“ aktiv vorangetrieben.

Das Highlight ist der dramatische Kontrast zwischen den steinernen Terrassen, die sich den Hang hinunterziehen, und dem tiefblauen Meer. Die Steinstufen sind teilweise über einen Meter hoch und an Hängen mit einer durchschnittlichen Neigung von 40 Grad errichtet. Als Teil der „Shikoku 88 Tempel景 (88 berühmte Ansichten von Shikoku)“ bietet der Ort einen atemberaubenden Blick auf das Uwa-Meer. Die Landschaft verändert sich mit den Jahreszeiten und bietet bei jedem Besuch neue Facetten.
Im April und Mai ist die Zeit der Kartoffelernte. Während des „Furusato Dandan Matsuri“-Festivals kann man die lebendige Atmosphäre und die frisch geernteten Kartoffeln erleben. Im August oder September gibt es gelegentlich die „Danbata Light-up“-Veranstaltung, bei der die Terrassenfelder durch traditionelle Bambuslaternen in ein magisches, sanftes Licht getaucht werden.

Am Fuße der Terrassenfelder befindet sich das „Dandan Chaya“, ein kleines Teehaus, das lokale Spezialitäten aus frischem Gemüse und Fisch serviert. Hier kann man die Ruhe der Natur genießen. Im angrenzenden Shop „Dandan-ya“ finden Sie zudem lokale Spezialitäten wie „Dan-chu“, einen originalen Shochu, der aus den Kartoffeln der Danbata-Felder hergestellt wird.
Die Region um Uwajima bietet eine reiche Naturerfahrung. Es gibt Möglichkeiten für Angeltouren oder Übernachtungen in traditionellen Fischerhäusern. Zudem liegen einige Orte der Pilgerroute der 88 Tempel in der Nähe, was einen Besuch mit einer kulturellen Reise verbindet.

Da das Gelände sehr steil und uneben ist, ist festes Schuhwerk (Turnschuhe oder Wanderschuhe) zwingend erforderlich.