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Yamamiya Sengen Jinja liegt in der Stadt Fujinomiya in der Präfektur Shizuoka und ist als Teil des UNESCO-Welterbes „Mount Fuji“ registriert. Das herausragendste Merkmal dieses Ortes ist die sogenannte „Yorai-sho“ – ein spezieller Ort, der eigens errichtet wurde, um den Berg Fuji aus der Ferne zu verehren. Die Stätte befindet sich am Ende eines Lavastroms und ist von Steinmauern aus Lavagestein umgeben. Dieser Ort ist ein unschätzbares Zeugnis der ursprünglichen Form der Fuji-Verehrung.
Historischen Aufzeichnungen zufolge ist der Ort eng mit der Geschichte der Sengen-Schreine verbunden. Obwohl das genaue Gründungsdatum nicht bekannt ist, deuten archäologische Funde von Keramik aus dem 12. Jahrhundert auf eine sehr lange Tradition hin. Ein besonderes Ritual war die „Yamamiya Goshinko“, bei dem die Gottheit des Sengen-Schreins im Frühjahr und Herbst zwischen den Schreinen pendelte. Entlang dieser heiligen Pfade wurden früher Marksteine gesetzt, von denen heute nur noch wenige existieren.

Diese Anlage wurde speziell für die Verehrung des Fuji errichtet. Sie ist etwa 15 m lang und 8 m breit und besteht aus Steinreihen aus Lavagestein. Der Altar ist direkt auf den Berg Fuji ausgerichtet. Um die kulturellen Güter zu schützen, ist das Betreten des inneren Bereichs hinter dem Zaun derzeit nicht gestattet.
Der Bereich um die Yorai-sho ist durch Mauern aus Lavagestein begrenzt, die auf den Aozawa-Lavaströmen errichtet wurden. Funde von Keramik aus dem 12. bis 15. Jahrhundert belegen die jahrhundertelange Nutzung dieses Ortes für rituelle Zwecke.
Direkt am Pfad nach dem Schreinhaus (Koya) befinden sich zwei markante Steine aus Vulkangestein, die „Hokodate-ishi“. Sie markieren die Stellen, an denen die Gottheit während der rituellen Prozessionen (Yamamiya Goshinko) kurzzeitig verweilte. Diese Steine sind stille Zeugen der heiligen Zeremonien der Vergangenheit.
Da der Schrein dazu dient, den Fuji zu verehren, empfehlen wir einen Besuch an klaren, sonnigen Tagen, an denen die Silhouette des Berges Fuji deutlich sichtbar ist. Die Sichtbarkeit des Berges ist das wichtigste Element des spirituellen Erlebnisses. Auch die Tageshelligkeit ist wichtig, um die feinen Strukturen der Lavasteinmauern und die natürliche Topografie des Geländes bewundern zu können.

Besucher können durch eine Landschaft wandern, in der Natur und Glaube eins werden. Besonders reizvoll ist das Wandern auf den Pfaden, die einst als Wege der Gottheit dienten. An Wochenenden und Feiertagen gibt es zudem die Möglichkeit, durch spezialisierte Guides des UNESCO-Welterbes Fuji tiefere Einblicke in die Geschichte zu erhalten.
Die Region Fujinomiya ist reich an historischen Stätten, die mit der Fuji-Verehrung verbunden sind, sowie an Quellen mit reinem Fuji-Wasser. Der Schrein ist ein idealer Stopp auf einer kulturellen Route durch die Präfektur Shizuoka.
Aufgrund des natürlichen Geländes mit Steinstufen und unebenem Lavagestein wird festes, bequemes Schuhwerk dringend empfohlen. Bitte achten Sie darauf, die gesperrten Bereiche (innerhalb der Yorai-sho) nicht zu betreten. Für die Nutzung der Informationsstelle ist oft Bargeld hilfreich. Die Guides sind vor Ort nach den Öffnungszeiten verfügbar.