
Guide
Lake Utonai ist ein Süßwassersee im Osten von Tomakomai, Hokkaido. Die Landschaft ist geprägt von weiten Feuchtgebieten und charakteristischen Sümpfen wie dem Benten-Numa. Mit einer Fläche von etwa 275 Hektar blickt der See auf eine lange Geschichte zurück: Er war Japans erstes ausgewiesenes Vogelschutzgebiet und ist heute als Ramsar-Gebiet von internationalem ökologischem Wert geschützt. Die Flora ist reich an Wasserpflanzen wie Limnocharis und Schilfgürteln, die ein einzigartiges Ökosystem bilden.
Der Name des Sees leitet sich vom Ainu-Wort „Utnay-to“ (See von Utnay) ab. Ursprünglich hieß der See vielleicht „Kimunt“ (Bergsee), doch aufgrund der Form des zufließenden Flusses, der an ein Rückgrat erinnert, wurde er als „Utnay“ (Rippen/Fluss) bezeichnet. 1981 wurde er als erstes japanisches Bird Sanctuary anerkannt und 1981 wurde er zum vierten Ramsar-Gebiet Japans. Während früher in der Umgebung auch Freizeitangebote wie Onsen existierten, steht heute der strikte Naturschutz im Vordergrund.

Das Highlight ist die Rolle des Sees als Rastplatz für Zugvögel. Besonders während der Wanderzeiten können Sie das beeindruckende Schauspiel beobachten, wenn zehntausende Wildgänse und Schwäne eintreffen. Über 250 Vogelarten wurden hier bereits gesichtet. Im Winter, wenn der See größtenteils zufriert, bleiben dennoch einige Vögel als Standvögel zurück, was den ewigen Kreislauf der Natur verdeutlicht.
Die Beobachtungsmöglichkeiten variieren stark je nach Saison. Während der Zugzeiten füllen die Vogelschwärme den Himmel. Im Winter bietet der zugefrorene See eine völlig neue, stille Ästhetik. Ein besonderer Moment: Da Flugzeuge auf dem Weg zum Flughafen New Chitose oft über den See fliegen, kann man bei Anflug aus dem Süden die weißen Schwäne majestätisch über dem Wasser aufsteigen sehen.

Der Fokus liegt auf der Vogelbeobachtung (Birdwatching). Spazieren Sie entlang der Uferwege, um die Natur auf sich wirken zu lassen. Das „Utonai Lake Sanctuary Nature Center“ bietet tiefe Einblicke in das lokale Ökosystem. Da es sich um ein Schutzgebiet handelt, ist ein respektvolles und leises Verhalten unerlässlich.
Die Nationalstraße 36 verläuft westlich des Sees und bietet eine gute Anbindung. Die Umgebung ist geprägt von Ruhe und Bildungsangeboten zur Natur.

"- Kleidung: Wir empfehlen festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung (besonders für die kalten Wintermonate).