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Ushijima Jinja ist ein bedeutender Schrein im Stadtteil Mukojima in Sumida, Tokio. Ursprünglich als „Ushi Gozen Sha“ bekannt, genießt er seit langem die Verehrung der lokalen Gemeinschaft als Schutzgottheit von Honjo. Ein besonderes Highlight ist die Statue des „Nadeushi“ (Streichelstier): Es heißt, dass man durch das Streicheln der Stelle am Stier, die einem eigenen körperlichen Leiden entspricht, Heilung erfahren kann. Zudem beeindruckt der Eingangsbereich mit dem „Mitsu Torii“, einem seltenen dreifachen Torbogen, der Besucher in die spirituelle Welt des Schreins empfängt.
Die Gründung des Schreins wird auf die Jogan-Ära (859–879 n. Chr.) datiert. Die Legende besagt, dass der Mönch Jikaku Daishi Ennin den Schrein nach einer göttlichen Botschaft eines alten Mannes gründete, der die Inkarnation des Gottes Susanoo war. In der Kamakura-Zeit spielte der Schrein eine Rolle bei der sicheren Überquerung des Sumida-Flusses durch die Truppen von Minamoto no Yoritomo, was die Verehrung durch den Clan Chiba stärkte. Aufgrund des Großen Kanto-Erdbebens und der Erweiterung des Sumida-Damms wurde der Schrein im Jahr 1932 an seinen heutigen Standort versetzt.

Ein Muss ist das Erlebnis am „Nadeushi“. Die Steinstatue des Ochsen dient als Symbol für Gesundheit und Genesung. Ein weiteres architektonisches Highlight ist das Mitsu Torii, das sich optisch deutlich von herkömmlichen Torbögen unterscheidet. Ein tieferer Einblick in die Kunstgeschichte bietet die Verbindung zu Katsushika Hokusai. Obwohl das Original der von Hokusai im Jahr 1845 gespendeten Ema-Tafel durch das Erdbeben zerstört wurde, ist heute eine lebensgroße Schwarz-Weiß-Fotografie im Hauptgebäude ausgestellt. Die Farben dieser Tafel wurden 2016 rekonstruiert und können auch im nahegelegenen Sumida Hokusai Museum bewundert werden.
Der Schrein ist jederzeit frei zugänglich. Ein besonderes Ereignis ist das Shinko-sai, ein Fest, das nur alle fünf Jahre stattfindet und bei dem eine einzigartige Prozession mit dem „Schwarzen Ochsen“ (Kuroushiwa-Wagyu) durchgeführt wird. Ein Besuch in den ruhigen Morgenstunden ermöglicht eine besonders friedliche Atmosphäre abseits des Alltags.
Besucher können die historische Atmosphäre durch die zahlreichen Steinmonumente wie Komainu (Wächterlöwen) und die „Rikiishi“ (Kraftsteine) spüren. Das traditionelle Ritual des Streichelns des Nadenushi bietet eine greifbare Verbindung zum japanischen Glauben und zur spirituellen Praxis.
Ushijima Jinja liegt innerhalb des Sumida-Parks und ist somit ideal mit einem Spaziergang im Grünen kombinierbar. Da der Schrein auch als Schutzgottheit des Tokyo Skytree gilt, lässt sich ein Besuch perfekt mit einem Ausflug zum Skytree und dem nahegelegenen Sumida Hokusai Museum verbinden.
Bitte beachten Sie die grundlegenden Etiketten für Schreinbesuche. Opfergaben (Saisen) sollten in der Regel in bar erfolgen. Während das Fotografieren meist gestattet ist, wird um Respekt vor der Heiligkeit des Ortes gebeten, besonders während religiöser Zeremonien. Da der Boden teilweise aus unebenen Steinpfaden besteht, wird das Tragen bequemer Schuhe empfohlen.