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Die Ushibuka Haiya Ohashi ist eine 883 m lange und 13,6 m breite Brücke, die die Bucht von Ushibuka in der Stadt Amakusa (Präfektur Kumamoto) überspannt. Sie gehört zu den längsten Brücken der Präfektur Kumamoto und wurde nicht nur als Verkehrsweg, sondern als architektonisches Meisterwerk konzipiert, das mit der Landschaft verschmilzt. Das Design stammt von weltberühmten Namen wie dem Architekten Renzo Piano, dem Strukturingenieur Peter Rice und Norimei Okabe. Das zentrale Konzept lautet „eine Linie, die auf dem Meer schwebt“, was durch die sanften, fließenden Kurven perfekt umgesetzt wurde.
Die Brücke wurde im Rahmen des „Kumamoto Art Polis“-Projekts errichtet, das Kunst und Infrastruktur verbindet. Der Name „Haiya“ leitet sich vom traditionellen lokalen Tanz und Gesang „Ushibuka Haiya-bushi“ ab. Nach der Bauphase zwischen 1991 und 1997 wurde sie zu einem Wahrzeichen der Region. Für ihr herausragendes Design wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Tanaka-Preis der Japan Society of Civil Engineers, was ihren Status als kulturelles Denkmal unterstreicht.

Besonders beeindruckend ist die Struktur der „7-Felder-Kontinuierlichen Stahlplatten-Kurven-Box-Träger“. Ein besonderes Merkmal ist die Trennung von Fahrbahn und dem Weg für Fußgänger und Radfahrer durch unterschiedliche Höhenniveaus. Dies ermöglicht einen sicheren Spaziergang mit direktem Blick auf das Meer. Das minimalistische Design, das die Idee der „einen Linie“ verkörpert, bildet einen atemberaubenden Kontrast zum tiefblauen Meer und dem weiten Himmel. Zudem verfügt die Brücke über eine interessante Loop-Struktur, die zur Verbindung mit Shimosjima führt.
Tagsüber bietet der starke Kontrast zwischen dem weißen Brückendesign und dem azurblauen Wasser die beste Sicht auf die architektonische Intention. In der Dämmerung verwandelt sich die Szenerie: Die Silhouette der Brücke vor dem farbenfrohen Abendhimmel bietet ein völlig neues, dramatisches Erlebnis. Die wechselnden Lichtverhältnisse machen die Brücke zu einem idealen Fotomotiv zu jeder Tageszeit.
Um die Architektur voll zu würdigen, empfiehlt sich ein Spaziergang oder eine Radtour auf dem separaten Fußweg. Da dieser vom Autoverkehr getrennt ist, können Sie die Aussicht sicher genießen. In der Nähe befindet sich zudem die „Roadside Station Ushibuka Kaisakan“, wo Sie lokale Spezialitäten und kulinarische Köstlichkeiten entdecken können. Ein Roadtrip durch Amakusa ist nicht komplett ohne die Fahrt über diese ikonische Brücke.
Die Umgebung der Brücke ist geprägt von der unberührten Natur der Amakusa-Region. Die „Michi-no-Eki Ushibuka Kaisakan“ (Roadside Station) ist ein wichtiger Knotenpunkt für Touristen, um frische Meeresfrüchte und regionale Produkte zu kaufen. Die Brücke ist zudem ein zentraler Teil der Route, die die Inseln Amakusa-Shimojima und Shimosjima miteinander verbindet.
Da die Brücke sehr windanfällig ist, sollten Sie auf wetterfeste Kleidung achten. Für den Spaziergang auf dem Fußweg sind bequeme Schuhe ratsam. Bitte beachten Sie, dass an Orten wie der Roadside Station oft Barzahlung (Yen) erforderlich ist. Achten Sie zudem auf eventuelle Verkehrsbeschränkungen durch Wartungsarbeiten.