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Der Tsunoshima-Leuchtturm befindet sich an der Spitze von Cape Yume, nordwestlich von Tsunoshima in der Stadt Shimonoseki, Präfektur Yamaguchi. Er ist der erste große westliche Leuchtturm an der japanischen Westküste und wurde am 1. März 1876 in Betrieb genommen. Die Struktur besteht aus unlackiertem Granit, was ihr eine besondere Ästhetik verleiht. Aufgrund seines historischen Wertes wurden der Leuchtturm selbst, das ehemalige Diensthaus und das Lagerhaus im Jahr 2020 als nationale Kulturgüter Japans eingestuft. Der Leuchtturm liegt im Kitachimon Coast Quasi-Nationalpark und ist Teil des gepflegten Tsunoshima Lighthouse Parks.
Der Leuchtturm wurde von dem britischen Ingenieur Richard Henry Brunton entworfen, der als „Vater der japanischen Leuchttürme“ bekannt ist. Obwohl der Standort nur etwa 19 m über dem Meeresspiegel liegt, wurde durch beeindruckende Ingenieurskunst ein 30 m hoher Turm errichtet. Das Innere des Turms zeichnet sich durch eine robuste Konstruktion mit 105 Stufen einer Wendeltreppe aus. Ein besonderes Highlight ist die Fresnel-Linse erster Ordnung, die 1874 von der Firma Stevenson in Großbritannien entworfen und von der Firma Barbier in Frankreich gefertigt wurde. Diese Linse ist heute noch aktiv und stellt ein unschätzbares kulturelles Erbe dar.

Das größte Highlight ist die Möglichkeit, den Turm zu besichtigen und die 105 Stufen der Wendeltreppe im Inneren des 30 m hohen Bauwerks zu erklimmen. Dieser Aufstieg lässt die historische Bedeutung des Ortes spürbar werden. Die Fresnel-Linse erster Ordnung ist ein seltener Typ mit acht Facetten und bietet ein faszinierendes technisches Schauspiel. In der Nähe des Leuchtturms befindet sich zudem das „Leuchtturm-Museum“, das in einem restaurierten ehemaligen Wachgebäude untergebracht ist. Hier können Besucher mehr über das Leben und die Arbeit der ehemaligen Leuchtturmwärter erfahren.
Der Tsunoshima-Leuchtturm bietet zu jeder Jahreszeit eine wunderschöne Kulisse. Besonders zwischen März und September ist ein Besuch bei hellem Tageslicht empfehlenswert, um den starken Kontrast zwischen dem tiefblauen Japanischen Meer und dem weißen Leuchtturm zu erleben. In der Umgebung des Parks wachsen auch Hibiskussträucher (Hamayuu), die je nach Saison die Landschaft färben. Da sich die Besuchszeiten je nach Saison leicht ändern können, empfiehlt sich ein Besuch am frühen Nachmittag.
Die Hauptaktivität besteht darin, die Wendeltreppe im Inneren des Turms zu erklimmen und die Aussicht von der Spitze über das Japanische Meer zu genießen. Neben der Besichtigung der historischen Struktur können Sie im Leuchtturm-Museum tiefer in die Geschichte der Leuchtturmverwaltung eintauchen. Ein Spaziergang durch den umliegenden Tsunoshima Lighthouse Park bietet zudem entspannende Momente mit Blick auf das Meer.
Direkt neben dem Leuchtturm liegt der gepflegte Tsunoshima Lighthouse Park. Der Ort ist über die berühmte Tsunoshima-Brücke (1.780 m Länge), die 2014 eröffnet wurde, mit dem Festland verbunden. Dies macht die Region zu einem äußerst beliebten Ziel für Roadtrips. Eine Fahrt entlang der Küstenlinie mit Stopp am Leuchtturm und den umliegenden historischen Gebäuden ist sehr zu empfehlen.
Da Sie für die Besichtigung des Inneren des Leuchtturms 105 Stufen einer Wendeltreppe bewältigen müssen, wird der Besuch in bequemer Kleidung und festem Schuhwerk dringend empfohlen. Die Besichtigung kostet 300 Yen (bitte in bar bezahlen). Es gibt zwar englischsprachige Hinweistafeln, doch für ein tieferes Verständnis der Geschichte empfiehlt es sich, vorab Informationen einzuholen. Da es sich um ein nationales Kulturgut handelt, wird um einen respektvollen Umgang mit der Anlage gebeten.