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Tomogashima ist eine Gruppe unbewohnter Inseln in der Nähe von Wakamatsu, die einst als Teil der „Yura-Festung“ zur Verteidigung der Bucht von Osaka dienten. Obwohl viele Anlagen nach dem Zweiten Weltkrieg durch die GHQ beschädigt wurden, sind die Überreste der Artilleriestellungen und Munitionslager heute noch beeindruckend erhalten. Heute zieht die Insel Besucher an, die sich für die Verbindung aus historischem Erbe und unberührter Natur begeistern.
In der Endzeit der Edo-Zeit war der Schutz der Küsten vor ausländischen Schiffen von höchster Priorität. Um den Eingang zur Bucht von Osaka zu sichern, wurde die Yura-Festung errichtet, die die Inseln Tomogashima, Miyama und das Gebiet Yura auf Awaji-Shim island verband. Einst waren hier etwa 600 Soldaten stationiert. Da sich die militärische Strategie während des Zweiten Weltkriegs von der Seeschlacht hin zur Luftkriegsführung verlagerte, kam es nie zu einem direkten Kampf an dieser Stelle. Heute dienen die Ruinen als geschichtsträchtige Denkmäler und sind als Wanderwege erschlossen.

Die Insel beherbergt verschiedene Arten von Artilleriestellungen. Die 3. und 4. Batterie waren als „Geschützbatterien“ konzipiert, die auf indirektem Beschuss basierten. Andere Stellungen dienten als „Direktbeschuss-Batterien“ zur Abwehr von Schiffen. Besonders sehenswert ist das Munitionslager der 3. Batterie mit seinen charakteristischen, durch Gänge verbundenen Strukturen. Auch die 5. Batterie im Norden mit ihren sechs Geschützplattformen und der Beobachtungsstation, die noch Details wie Stahlpanzerungen und Holzdecken zeigt, ist ein Highlight.
Die ideale Zeit für einen Besuch ist von März bis Mai oder von Oktober bis November. Da die Insel nur per Fähre erreichbar ist, sollten Sie die Wetterlage beachten. Beachten Sie, dass die Fähren in den Monaten Dezember bis Februar nur an Wochenenden und Feiertagen verkehren.

Ein Highlight ist die Wanderung durch die historischen Militäranlagen. Beim Erkunden der verschiedenen Stationen (1. bis 5. Batterie) können Sie die Architektur der damaligen Verteidigungssysteme hautnah erleben. Die Kombination aus Betonstrukturen und der umgebenden Natur bietet eine einzigartige Atmosphäre.
Fahren Sie mit der Nankai Kōtō-Linie bis zum Bahnhof Kada und nehmen Sie von dort die Fähre zum Ziel. Die Umgebung bietet malerische Küstenlandschaften, die die Verbindung von Natur und Geschichte perfekt illustrieren.

Da die Wege unbefestigt sind und Sie teilweise durch enge Ruinen steigen müssen, sind festes Schuhwerk und praktische Kleidung unerlässlich. Bitte prüfen Sie vorab die Fährpläne und achten Sie beim Wandern auf Ihre Sicherheit, da der Untergrund uneben sein kann.