
Guide
Der Tanuki-ko See (Tanuki-ko) befindet sich am westlichen Fuße des Berges Fuji im Asagiri-Hochplateau, in der Stadt Fujinomiya, Präfektur Shizuoka. Die Topografie des Sees basiert auf einem Gelände, das vor etwa 20.000 Jahren durch einen Bergsturz des Fuji entstand. Heute ist er ein künstlich erweiterter Stausee, der auch der Wasserversorgung der Landwirtschaft dient. Mit einem Umfang von etwa 3,3 km bietet der See eine beeindruckende Kulisse mit direktem Blick auf die markante Silhouette des Fuji. Rund um das Ufer gibt es gut ausgebaute Einrichtungen, Campingplätze und Unterkünfte, die es Besuchern ermöglichen, die majestätische Natur hautnah zu erleben.
Die Geschichte des Tanuki-ko ist tief in der lokalen Tradition verwurzelt. In den Genealogien der Familie Fuji, die einst diese Region regierte, finden sich Namen wie „Tanuki Choja“ oder „Tanuki Jiro“, was die historische Bedeutung des Ortes unterstreicht. Zudem gibt es Legenden um Prinz Inryo, der als Mitglied der südlichen kaiserlichen Familie gilt. Am Seeufer befindet sich der Tanuki-Schrein, der zu seinen Ehren errichtet wurde. Somit ist der See nicht nur ein Naturdenkmal, sondern auch ein Ort mit tiefer kultureller und spiritueller Bedeutung.

Eines der größten Highlights ist die Sicht auf den Berg Fuji. Besonders an klaren frühen Morgenstunden zieht der See Fotografen an, die das Phänomen des „Diamond Fuji“ beobachten möchten – wenn die Sonne wie ein Diamant über dem Gipfel auf- oder untergeht. Von Mitte April bis Mitte Mai erblühen am Nordufer die Azaleen (Renge-Tsutsuji und Yama-Tsutsuji), was die Landschaft in prächtige Farben taucht. Für Radfahrer ist der See ideal: Ein gut ausgebauter Radweg ermöglicht eine entspannte Umrundung in etwa 20 bis 30 Minuten. Zudem ist die Region ein bekannter Ort für die Beobachtung von Vögeln und Glühwürmchen.
Der Tanuki-ko See zeigt zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Im Frühling (Mitte April bis Mitte Mai) steht die Blütenpracht der Azaleen im Vorderen. Der Sommer eignet sich hervorragend für Camping und Aktivitäten am Wasser, um die kühle Brise zu genießen. Ein absolutes Highlight sind die frühen Morgenstunden um den 20. April und den 20. August, wenn unter klarem Himmel die Chance auf das „Diamond Fuji“ am höchsten ist. Da sich die Lichtverhältnisse und die Farben der Natur je nach Tageszeit stark ändern, empfiehlt sich eine gezielte Planung Ihres Besuchs.

Die Aktivitäten am See sind vielfältig: Genießen Sie eine Radtour um den See oder versuchen Sie sich beim Bootsfahren oder beim traditionellen Heibuna-Angeln. Für Outdoor-Enthusiasten bieten die Campingplätze mit Zelten oder Bungalows eine perfekte Basis direkt am Fuße des Fuji. Wer eine sportliche Herausforderung sucht, kann den Wanderweg zum Berg Chojagatake nutzen, um die Landschaft aus einer erhöhten Perspektive zu bewundern.
In der Nähe des Sees finden Sie praktische Unterkünfte wie das „Kyukamura Fuji“, das auch Thermalquellen (Onsen) anbietet. Auch Campingplätze wie der „Tenko-no-Mori Campground“ oder „La Fontaine Vacance“ bieten verschiedene Möglichkeiten für einen Aufenthalt in der Natur. Die Region ist insgesamt sehr gut erschlossen und bietet eine gute Mischung aus Erholung und Naturerlebnis.

Für Radtouren oder Wanderungen sollten Sie bequeme Kleidung und festes Schuhwerk tragen. Beim Camping ist wetterfeste Kleidung für die kühleren Nächte unerlässlich. Bezüglich der Bezahlung: Die meisten Einrichtungen akzeptieren Bargeld, Kreditkarten oder IC-Karten (je nach Anbieter). Bitte achten Sie darauf, Ihren Müll wieder mitzunehmen und die Natur zu schützen. In geschützten Naturzonen sind die geltenden Regeln für Fotografie und Verhalten strikt einzuhalten.