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Tamaudun (Tamadun) wurde im Jahr 1501 von König Sho Shin errichtet, um die Gebeine seines Vaters, König Sho En, umzubetten. Es ist ein Ort von zentraler Bedeutung für die Geschichte des Ryukyu-Königreichs. Die Architektur ist besonders bemerkenswert, da sie die Form eines Palastes mit traditionellen Dächern in massiver Steinbauweise nachbildet. Als eines der ersten Gebäude in der Präfektur Okinawa wurde es zum Nationalgut erklärt und im Jahr 2000 als Teil des „UNESCO-Welterbes Gusuku-Stätten und Handelsorte der Ryukyu“ anerkannt. Das weitläufige Gelände umfasst eine Fläche von 2.442 Quadratmetern und zeichnet sich durch seine robuste Steinarchitektur aus.
Die Geschichte dieser Grabstätte reicht bis ins Jahr 1501 zurück, als König Sho Shin die Anlage zur Bestattung der aufeinanderfolgenden Könige ausbauen ließ. Innerhalb des Areals befindet sich die „Tamaudun-Stele“, die aus dieser Zeit stammt. Die Inschriften auf der Stele geben Aufschluss über die Regeln zur Bestattung und spiegeln die Autorität und das System der damaligen königlichen Familie wider. Obwohl die Anlage während der Schlachten um Okinawa schwere Schäden erlitt, wurde sie durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten ab 1974 wieder in ihren ursprünglichen Glanz gebracht. Ein weiterer interessanter Ort ist die „Agari nu Banjo“ (östliche Wache), die einst von Wächtern kontrolliert wurde und in der Könige während ihrer Zeit im Königreich wohl auch Rasteten.

Das Highlight von Tamaudun ist die Struktur der Grabkammern, die in drei Bereiche unterteilt ist. Die mittlere Kammer diente der Aufbewahrung der Gebeine vor der endgültigen Bestattung, während die östliche und westliche Kammer für die Könige und ihre Familien vorgesehen waren. Das Design, das einen steinernen Palast imitiert, ist ein Zeugnis der damaligen Architektur. Im Untergeschoss des Gebäudes „Hoenkan“ befindet sich zudem ein Ausstellungsraum, der detaillierte Informationen über die Struktur und die Geschichte von Tamaudun bietet. Auch die „Tamaudun-Stele“ und die Überreste der „Agari nu Banjo“ sind wichtige historische Zeugnisse, die man auf dem Gelände entdecken kann.
Tamaudun ist das ganze Jahr über geöffnet, jedoch kann der Betrieb bei Taifun-Warnungen kurzfristig eingestellt werden. Während der hellen Tagesstunden lassen sich die feinen Details der Steinmetzkunst und die Harmonie mit der Natur besonders gut beobachten. Wir empfehlen den Besuch des Ausstellungsraums „Hoenkan“, um die historischen Zusammenhänge besser zu verstehen. Da das Wetter in Okinawa wechselhaft sein kann, ist es ratsam, vorab die aktuellen Bedingungen zu prüfen, falls Sie die Anlage bei schönem Licht erleben möchten.

Besucher können hier viel über die Architektur und die Bestattungskultur des Ryukyu-Königreichs lernen. Der Ausstellungsraum im Hoenkan bietet visuelle und schriftliche Erläuterungen, die das Verständnis vertiefen. Ein Spaziergang durch die umliegende historische Gegend, einschließlich des nahegelegenen „Sonpiu Utaki Ishi-mon“ (Steinportal), bietet eine ganzheitliche Erfahrung der lokalen Geschichte. Auch der Besuch des Geschichtsmuseums von Naha in der Nähe ist eine hervorragende Ergänzung.
In der Umgebung von Tamaudun finden sich zahlreiche weitere historische Stätten des Ryukyu-Königreichs. Dazu gehören die historische Stadtstruktur rund um die Burg Shuri sowie das Geschichtsmuseum von Naha. Auch das historische Steinportal „Sonpiu Utaki“ liegt in der Nähe und ermöglicht es, die kulturelle Bedeutung der Region aus verschiedenen Perspektiven zu entdecken.
Da es sich um eine heilige historische Stätte handelt, ist ein respektvoller Umgang unerlässlich. Bitte berühren Sie die historischen Monumente und Ausstellungsstücke nicht. Achten Sie auf die geltenden Regeln zum Schutz des Kulturguts. Da die Wege teilweise uneben sein können, empfiehlt sich festes Schuhwerk. Bitte prüfen Sie vor der Anreise die Wetterlage, da bei Taifunen der Zugang eingeschränkt sein kann.