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Takiyamasai ist ein bedeutender Tempel der Tendai-Schule in der Stadt Okazaki, Präfektur Aichi. Der Tempel trägt den Bergnamen Kisshodarinosan und die Titelbezeichnung Yakujuoin. Mit einer Geschichte, die bis in das 6. Jahrhundert (Nara-Zeit) zurückreicht, ist er ein äußerst alteres Heiligtum, das eng mit bedeutenden historischen Persönlichkeiten wie Minamoto no Yoritomo, den Ashikaga-Clans und dem Tokugawa-Clan verbunden ist. Im Tempelgelände finden Sie zahlreiche kostbare Buddha-Statuen und Kulturgüter, die als nationale wichtige Kulturgüter eingestuft sind, was einen direkten Einblick in die japanische buddhistische Kunst und Geschichte ermöglicht.
Die Geschichte von Takiyamasai erstreckt sich über mehr als 1300 Jahre. Im Mittelalter genoss der Tempel große Unterstützung durch einflussreiche Mächte wie die Familie der Atsuta Daijingu, Minamoto no Yoritomo vom Kamakura-Shogunat sowie die Ashikaga- und Tokugawa-Clans. Während der Edo-Zeit gab es mehrere Klöster, doch nach der Trennung von Shintoismus und Buddhismus in der frühen Meiji-Zeit blieb heute vor allem das Joren-in als Haupttempel bestehen. Die komplexe Verflechtung von regionalem Glauben und politischer Geschichte prägte den Ort über Jahrhunderte hinweg.

Der größte Anziehungspunkt sind die als nationale Kulturgüter eingestuften Buddha-Skulpturen. Besonders hervorzuheben sind die Statuen von 'Seikanon Bosatsu' sowie 'Bonten und Taishakuten', die den berühmten Bildhauern Unkei und Tankei aus der Kamakam-Zeit zugeschrieben werden. Es gibt Legenden, wonach sogar Bart und Zähne von Minamoto no Yoritomo in diesen Statuen bewahrt wurden – eine Theorie, die durch Röntgenuntersuchungen untermauert wurde. Die Architektur des Hauptgebäudes zeigt den Stil des esoterischen Buddhismus, ergänzt durch historische Strukturen wie das Sanmon (Tor). Zudem beherbergt der Tempel weitere Schätze wie die hölzernen Komainu (Wächterlöwen) der Präfektur Aichi.
Takiyamasai bietet zu bestimmten Zeiten ganz besondere Ereignisse. Eine extrem seltene Gelegenheit ist die 'Hi-butsu Gokaijo' (Öffnung der geheimen Buddha-Statuen), die nur alle 50 Jahre oder zu besonderen Jubiläen stattfindet. Auch saisonale Versammlungen wie das 'Joshi no Tsudoi' bieten tiefe Einblicke in die Tradition. Besuche in den Abendstunden oder zu speziellen Jahreszeiten ermöglichen oft eine noch intensivere Wahrnehmung der historischen Atmosphäre.

Besucher können an traditionellen Zeremonien teilnehmen, wie etwa dem 'Ochigo Gyoretsu' (Kindermonitor-Prozession, Anmeldung und Gebühr erforderlich) oder spirituellen Programmen wie Sutra-Schreiben, Dharma-Vorträgen und Musikkonzerten (Klavier oder Shinobue-Flöte). Ein absolutes Highlight ist das 'Oni Matsuri' (Dämonenfest), ein national bedeutendes immaterielles Kulturgut, das durch das Dröhnen von Trommeln und das Licht riesiger Fackeln besticht.
Der Tempel liegt im Stadtteil Takicho in Okazaki. Die Umgebung ist geprägt von historischer Atmosphäre und bietet in der Nähe weitere kulturelle Stätten und Burgen, die sich ideal für eine historische Entdeckungsreise eignen.
