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Das „Taishi-do wo Tazuneru Tsudoi“ ist eine tief verwurzelte traditionelle Zeremonie, die jährlich am 22. November, dem Gedenktag des Todestages von Prince Shotoku, stattfindet. Die Prozession beginnt am Horyu-ji und folgt dem historischen Pfad, den Prince Shotoku einst beschritt. Ein besonderes Highlight ist die Sänfte (Koshi), auf der eine Statue des Prinzen getragen wird, die den Weg nach Kitsu-ji ebnet.
Prince Shotoku (geboren 574 n. Chr.) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der japanischen Geschichte. Als Sohn von Kaiser Usei legte er durch die Einführung des Kan'i Jūkai (Zwölfstufe der Ränge) und der Jūisshichijō no Kenpō (Siebzehnartikelverfassung) den Grundstein für die staatliche Ordnung. Er förderte die Diplomatie, unter anderem durch die Entsendung von Gesandten nach China, und war ein glühender Förderer des Buddhismus, was zur Gründung bedeutender Tempel wie dem Horyu-ji führte. Diese Zeremonie bewahrt den Geist des Prinzen und macht den sogenannten „Konda-Route“-Pfad für die heutige Zeit erlebbar.
Der Höhepunkt der Veranstaltung ist die feierliche Prozession. Von Horyu-ji aus führt der Weg über die Awami-Schrein, den Aburakake Jizo, den Taishi no Koshikake-ishi, den Shirayama-Schrein und den Ta-Schrein bis zum Ziel, dem Kitsu-ji Tempel. Die feierliche Atmosphäre beim Passieren dieser historischen Orte ist einzigartig. Die Zeremonie findet ihren würdevollen Abschluss durch Sutra-Rezitationen der Mönche vor der Taishi-do Halle im Kitsu-ji.
Die Veranstaltung findet fest terminiert am 22. November statt, wenn der Herbst in der Region Nara seine volle Pracht entfaltet. Da die Prozession eine Wanderung und teilweise auch Fahrten mit Bussen umfasst, ist es wichtig, den genauen Zeitplan vorab zu prüfen. Die herbstliche Stimmung verleiht dem historischen Ereignis eine besonders melancholische und würdevolle Note.
Teilnehmer können mehr als nur Zuschauer sein; durch das Begehen der historischen Route spüren sie die Spiritualität des alten Japans. Der Weg von Horyu-ji nach Kitsu-ji, den Prince Shotoku einst zu Pferd mit seinen Gefolten zurücklegte, bietet eine unmittelbare Verbindung zur Vergangenheit. Die abschließende Rezitation im Kitsu-ji bietet einen Moment der Stille und Besinnung auf die buddhistische Kultur.
Der Ausgangspunkt, der Horyu-ji, ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt beeindruckende Bauwerke wie die Kondo (Goldene Halle) und die Yumedono. Auch das Ziel, der Kitsu-ji, ist eng mit der Geschichte von Prince Shotoku verknüpft. Die gesamte Ikaruga-Region in Nara ist reich an Tempeln und Schreinen, die die Geschichte Japans lebendig halten.
Da die Zeremonie im Freien stattfindet und Bewegung auf unebenem Gelände beinhaltet, sind bequeme Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung unerlässlich. Bitte beachten Sie, dass Teile der Route mit Bussen zurückgelegt werden. Da es sich um ein religiöses Ritual handelt, wird um einen respektvollen Umgang mit der Umgebung und den Teilnehmern gebeten. Informationen zu Zahlungen und detaillierten Abläufen sollten vorab bei den Organisatoren eingeholt werden.