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Das Kohlekunst- und Geschichtsmuseum der Stadt Tagawa ist eine bedeutende Einrichtung, die die Geschichte der einstigen Kohlezentren in der Präfektur Fukuoka dokumentiert. Das Museum wurde 1983 eröffnet und widmet sich vor allem der unschätzbaren Sammlung des ehemaligen Bergarbeiters Sabee Yamasaku. Die Ausstellungen bieten einen tiefen Einblick in die Geschichte der Kohleindustrie, das tägliche Leben der Bergleute sowie die lokale Folklore der Region Tagawa und machen die Entwicklung der Energiebranche, die Japans Modernisierung vorantrieb, greifbar.
Das Museum wurde gegründet, um den Aufstieg und die Geschichte der Kohleindustrie im Chikuho-Kohlefeld für die Nachwelt zu bewahren. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung zur Weltkulturerbe-Thematik durch die Dokumentation des Lebens der Bergleute und der technologischen Entwicklung. Die „Sabee Yamasaku-Sammlung“ ist ein weltweit einzigartiges Archiv: Durch seine Zeichnungen und Tagebücher hat er den Alltag und die harten Arbeitsbedingungen der Bergleute festgehalten. Diese Dokumente sind weit mehr als nur industrielle Aufzeichnungen; sie sind wertvolle historische Quellen, die die damalige Sozialstruktur und Kultur widerspiegeln.

Das Museum ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt, die auf unterschiedlichen Etagen zu finden sind:
Hier wird die Geschichte des Kohlebergbaus visuell aufbereitet. Zu sehen sind unter anderem das Modell der Ida-Schachtanlage der Mitsui Tagawa Mining Station, detailgetreue Dioramen, die die Abbauprozesse simulieren, sowie Erklärvideos zur Geschichte des Chikuho-Kohlefeldes. Dies ermöglicht ein tiefes Verständnis der industriellen Entwicklung.
Im Zentrum steht das Lebenswerk von Sabee Yamasaku. Die Sammlung umfasst 585 Gemälde sowie persönliche Tagebücher und Notizbücher, die aus der Perspektive eines Arbeiters die Realität des Berglebens dokumentieren.
Dieser Bereich widmet sich der lokalen Kultur und der Geschichte der Region Tagawa und zeigt, wie das Leben der Menschen eng mit der Industrie verwoben war.
Im Außenbereich des Museums finden Sie rekonstruierte Wohnhäuser der Bergleute. Diese Gebäude ermöglichen es, die damaligen Wohnverhältnisse und die Lebensumgebung der Arbeiter hautnah zu erleben.
Das Museum ist ganzjährig geöffnet und bietet eine ideale Möglichkeit, die Industriegeschichte zu studieren. Die Öffnungszeiten sind von 9:30 bis 17:30 Uhr (letzter Einlass um 17:00 Uhr). Ein Besuch am Vormittag oder frühen Nachmittag ist ideal, um die Details der Exponate in Ruhe zu betrachten. Da der Außenbereich mit den rekonstruierten Häusern begehbar ist, empfiehlt sich wetterfeste Kleidung.

Besucher können durch die Dioramen und Videos im ersten Stock die komplexen Prozesse des Kohleabbaus verstehen. Im zweiten Stock bietet die Sammlung von Sabee Yamasaku eine emotionale und visuelle Reise in die Vergangenheit. Die rekonstruierten Häuser im Freien bieten ein physisches Verständnis der damaligen Lebensqualität.
In der Umgebung des Museums befindens sich weitere Orte, die mit der Kohleindustrie verbunden sind, wie etwa der Kohle-Gedenkpark. Das Museum ist gut erreichbar und liegt in der Nähe der historischen Landschaften von Tagawa, die man gut zu Fuß erkunden kann.
Die Eintrittsgebühren werden direkt am Empfang entrichtet. Bitte prüfen Sie vor Ort, ob Kreditkarten oder digitale Zahlungen akzeptiert werden, da dies variieren kann.
Für detaillierte Informationen zu den Exponaten wird empfohlen, vorab die Website zu prüfen. Die Beschilderung ist primlich auf Japanisch.
Eine Vorabreservierung ist für den Besuch des Museums nicht erforderlich.
Für den Besuch der Außenanlagen (rekonstruierte Häuser) ist bequemes Schuhwerk sehr empfehlenswert.
Bitte achten Sie auf die lokalen Hinweisschilder oder fragen Sie das Personal, ob das Fotografieren in den Ausstellungsräumen gestattet ist.
Im Gebäude gibt es teilweise Stufen und Schwellen. Bitte prüfen Sie die Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer vor Ort.