
Guide
Die Tada Silver Mine (Tada Ginzan) in der Stadt Inagawa, Präfektur Hyogo, ist eine historisch bedeutsame Silbermine, die offiziell als nationales historisches Denkmal anerkannt wurde. Das Zentrum der Besucherinformation ist das Yuku Museum, das die Geschichte der einst florierenden Silberbergbauregion dokumentiert. Die Ausstellungen umfassen historische Karten, Dokumente, Erze und Bergbauwerkzeuge, die einen tiefen Einblick in das Leben und die Arbeit jener Zeit geben. Zu den Highlights gehören der Aoki-Stollen, in dem man die unter Tage befindlichen Gänge erleben kann, sowie der Yuku-Platz, der die Überreste der Schmelzanlagen aus der Meiji-Zeit beherbergt.
Die Region erlebte besonders in der Edo-Zeit eine enorme Blütezeit. Später, in der Meiji-Ära, wurde der Betrieb durch die Mitsubishi Gruppe intensiviert. Im Jahr 1895 erhielt der Industrielle Hori Tojubo Rezo das Patent für den Abbau als „Tada Mine“. Der Betrieb wurde später von der Nippon Kogyo fortgeführt, bis die Mine im Jahr 1973 endgültig geschlossen wurde. Um dieses Erbe zu bewahren, werden die Dokumente und Fundstücke sorgfältig gepflegt. Im Jahr 2015 wurde das gesamte Areal der Tada Silver Mine als nationales historisches Denkmal deklariert.

Dieses Museum bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Geschichte der Tada Silver Mine. Durch die Betrachtung von Originaldokumenten, Erzen und Werkzeugen wird die industrielle Entwicklung greifbar. Mit Hilfe digitaler Terminals können Besucher die historischen Karten nutzen, um die Struktur der damaligen Silberstadt zu visualisieren. Ein Blick aus dem Fenster ermöglicht zudem die Sicht auf die Ruinen des ehemaligen Regierungsgebäudes (Daikan-sho).
Dies ist der einzige Ort in der Anlage, an dem Besucher die eigentlichen Bergwerke betreten können. Man kann die Unterschiede zwischen den handgegrabenen Gängen aus der Edo-Zeit und den mechanisch erweiterten Stollen aus der Showa-Ära vergleichen. Die Gänge sind mit einer Sicherheitsbeleuchtung ausgestattet, sodass man die Atmosphäre unter Tage sicher erleben kann.
Dieser im Jahr 2013 angelegte Platz zeigt die Überreste der „Hori-Schmelzanlage“ aus der Meiji-Zeit. Besucher können sechs markante Ziegelstrukturen besichtigen. Der Platz ist in eine multifunktionale Zone und eine Zone zur Ausstellung der historischen Ruinen unterteilt, mit dem Berg Nenriki im Hintergrund.
Besichtigungen des Aoki-Stollens sind von 09:00 bis 17:00 Uhr möglich. Die Stollen sind beleuchtet. Da die Besichtigung je nach Wetterlage oder Wartungsarbeiten kurzfristig eingeschränkt werden kann, empfehlen wir, vorab die offizielle Website zu prüfen. Ein Besuch ist zu jeder Jahreszeit möglich.

Im Aoki-Stollen können Sie die Bedingungen der damaligen Bergleute hautnah nachempfinden. Für Ihre Sicherheit ist das Tragen der am Eingang oder im Museum bereitgestellten Helme obligatorisch.
Das Yuku Museum bietet durch digitale Inhalte und physische Exponate eine fundierte Lernumgebung über die japanische Bergbau-Technologie und die regionale Entwicklung.
Der Aoki-Stollen befindet sich etwa 15 Minuten Fußweg (ca. 550 m) nordwestlich des Yuku Museums. Auf der gegenüberliegenden Seite des Museums können Sie zudem die Ruinen des ehemaligen Verwaltungsgebäudes besichtigen.
Bitte prüfen Sie vor Ort die Details zu Zahlungsmethoden. Die Verfügbarkeit von englischsprachigen Informationen sollte vor Ort oder über die Website verifiziert werden.
Für Gruppenbesuche ist eine Voranmeldung beim Yuku Museum erforderlich. Bitte beachten Sie, dass der Aoki-Stollen bei Wartungsarbeiten geschlossen sein kann. Tragen Sie bei der Besichtigung der Stollen stets den bereitgestellten Schutzhelm und betreten Sie keine gesperrten Bereiche.
Bitte halten Sie sich auf den Wegen rechts, um den Verkehr nicht zu behindern. Da die Wege ab dem Yuku Museum sehr schmal werden, ist das Befahren mit Autos nicht empfohlen.