
Guide
Der Sukagawa Botan-en in der Präfektur Fukushima ist ein ganz besonderer Ort: Er ist der einzige Pfingstrosengarten in Japan, der offiziell als nationale Schönheit (National Designated Scenic Spot) anerkannt ist. Auf einer riesigen Fläche von 10 Hektoren – das entspricht etwa der dreifachen Größe des Tokyo Dome – werden 290 verschiedene Sorten und insgesamt 7.000 Pfingstrosen-Pflanzen kultiviert. Besonders im Mai, wenn der Frühlingswind weht, verwandelt sich der Garten in ein Meer aus farbenprächtigen und eleganten Blüten, das Besucher aus aller Welt in seinen Bann zieht. Es ist ein Ort, an dem man die traditionelle japanische Gartenkunst und die kraftvolle Vitalität der Natur hautnah erleben kann.
Die Geschichte dieses Gartens reicht bis ins Jahr 1766 zurück. Der Ursprung liegt in der Tätigkeit von Yurin Ito, der damals im Arzneimittelhandel tätig war. Er brachte Setzlinge aus der Region um das heutige Takarazuka in der Präfektur Hyogo mit, um Pfingstrosen-Wurzeln für medizinische Zwecke zu kultivieren. In der frühen Meiji-Zeit übernahm die Familie Yanuma die Kultivierung und entwickelte die Anzahl der Sorten und Pflanzen stetig weiter. Aufgrund seines hohen historischen und kulturellen Wertes wurde der Garten 1932 als nationale Schönheit ausgewiesen. Die über Jahrhunderte perfektionierte Anbautechnik und die gepflegte Gartenlandschaft prägen das heutige Erscheinungsbild.

Das absolute Highlight ist die überwältigende Anzahl an Pfingstrosen während der Blütezeit im Mai. Die Anblicke der unzähligen, gleichzeitig blühenden Sorten sind schlichtweg spektakulär. Neben den Pfingstrosen bietet der weitläufige Park auch andere saisonale Blumen und malerische Landschaften, die zu entspannten Spaziergängen einladen. Die Architektur innerhalb des Gartens unterstreicht die Schönheit der Pflanzen und schafft eine perfekte Atmosphäre für Fotografie und ruhige Momente in der Natur.
Die ideale Zeit für einen Besuch ist von Mitte April bis Mai, wenn die Pfingstrosen ihre volle Pracht entfalten. In diesem Zeitraum wird ein Eintrittsgeld erhoben, aber die Blütenpracht ist es absolut wert. Außerhalb der Blütezeit ist der Zugang zum Garten oft kostenlos. Da sich der Garten mit den Jahreszeiten ständig verändert – vom frischen Grün des Frühjahrs bis zu den Farben des Herbstes – lohnt sich auch ein Besuch zu anderen Zeiten. Für die besten Fotos empfiehlt sich die helle Tageszeit, wenn die Farben der Blüten am intensivsten leuchten.

Der Fokus liegt auf dem entspannten Wandern durch die weitläufige Anlage, um die Natur auf sich wirken zu lassen. Gelegentlich werden im Garten auch handgemachte lokale Produkte oder Artikel mit Bezug zur Pflanzenwelt angeboten. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, die japanische Gartenkultur in einem historischen Kontext zu entdecken. Um die besten Momente zu erleben, sollten Sie Ihren Besuch passend zu den Blüteinformationen planen.
In der Stadt Sukagawa gibt es neben dem Garten auch weitere historische Stätten und kulturelle Einrichtungen. Die Region bietet zudem schöne ländliche Landschaften und Naturerlebnisse, die sich gut mit einem kulturellen Rundgang verbinden lassen.

Da das Gelände sehr groß ist, empfehlen wir festes, bequemes Schuhwerk. Da es im Garten kaum Schatten gibt, sind ein Hut oder ein Sonnenschirm ratsam. Bitte beachten Sie, dass während der Hauptsaison die Zahlung meist in bar erfolgt. Um die Pflanzen zu schützen, ist der Aufenthalt mit Haustieren nicht gestattet. Ein respektvoller Umgang mit der Natur und anderen Besuchern wird vorausgesetzt.