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Jigokunuma ist ein äußerst mystischer und einzigartiger See, der sich am Fuße des Hakkoda-Gebirges in der Präfektur Aomori befindet. Er entstand vor etwa 800 Jahren durch explosive vulkanische Aktivitäten und umfasst eine Fläche von circa 4.500 m². Das markanteste Merkmal ist die leuchtend smaragdgrüne Farbe des Wassers, kombiniert mit den aufsteigenden Schwefelgasen. In der Umgebung finden sich zahlreiche Dampföffnungen, die die Kraft der Erde spürbar machen. Es ist ein Ort, an dem die raue Schönheit der Natur auf eine tiefe, stille Ästhetik trifft.
Die Geologie dieses Ortes ist durch die vulkanische Aktivität des Hakkoda-Vulkans geprägt. Der See entstand durch eine gewaltige Explosion vor etwa 800 Jahren, ein Zeichen für die anhaltende geothermische Energie der Region. Die kulturelle Bedeutung des Ortes zeigt sich auch in der Umgebung, wo 33 Kannon-Statuen aufgestellt wurden, um den Schutz aller Lebewesen im Hakkoda-Gebirge zu erflehen. Auch lokale Traditionen, wie das „Manju-fukashi“ (eine Methode zur Wärmung des Körpers), zeugen von der tiefen Verbindung der Menschen zur Natur und ihrem Überlebensinstinkt in dieser vulkanischen Landschaft.

Das visuelle Highlight von Jigokunuma ist der Kontrast zwischen den Farben und Texturen. Unter klarem Himmel leuchtet das smaragdgrüne Wasser in einem atemberaubenden Kontrast zum satten Grün der Wälder oder der herbstlichen Laubfärbung. Die raue Landschaft mit den aufsteigenden Schwefelgasen und dem charakteristischen Schwefelmoos (Iou-goke) bietet ein unverwechselbares Fotomotiv. Da das Wasser stark sauer ist, können hier keine Fische leben, was die kristallklare, fast unwirkliche Beschaffenheit des Sees unterstreicht. Jede Stunde bietet durch den Stand der Sonne und die Gaswolken ein neues Gesicht.
Jigokunuma zeigt sich zu jeder Jahreszeit von seiner besten Seite. Im Frühling und Frühsommer sorgt das frische Grün für eine belebende Atmosphäre. Im Herbst verwandelt sich die Umgebung in ein Meer aus Rot- und Goldtönen, was die mystische Stimmung des Sees verstärkt. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch am Vormittan bei klarem Himmel, wenn sich die Landschaft perfekt im Wasser spiegelt und der aufsteigende Dampf besonders gut sichtbar ist. Bitte beachten Sie, dass der Zugang im Winter aufgrund von Schneefällen eingeschränkt sein kann.

Ideal für Naturbeobachtungen, Landschaftsfotografie und entspannte Spaziergänge. Dank der Nähe zur heißen Quelle Sukayu Onsen (nur ca. 10 Minuten zu Fuß) lässt sich ein Besuch perfekt mit einem Wellness-Tag verbinden. Es ist der ideale Ort, um nach einem Bad in den heißen Quellen die pulsierende Energie der Erde bei einem kurzen Walk hautnah zu spüren. Für Fotografen ist die dramatische Kulisse der vulkanischen Aktivität ein absolutes Muss.
Der See ist Teil der beeindruckenden Hakkoda-Region. In unmittelbarer Nähe befindet sich das historische Sukayu Onsen, das als perfekter Ausgangspunkt für Besuche dient. Da der Weg entlang der beliebten „Gold Line“ führt, lässt sich Jigokunuma hervorragend mit einer Rundreise durch die umliegenden Onsen-Dörfer, Campingplätzen und Wanderwegen kombinieren. Ein Trip nach Aomori ist erst durch die Kombination aus Naturerlebnis und Onsen-Kultur wirklich vollständig.

Aufgrund des unebenen, natürlichen Geländes wird das Tragen von festem Schuhwerk (Wanderschuhen oder Sneakern) dringend empfohlen. Da Schwefelgase austreten können, sollten Sie auf Ihre Gesundheit achten und sich bei schlechtem Wetter behutsam verhalten. Das Fotografieren der Landschaft ist frei gestattet, jedoch bitten wir darum, die empfindliche Flora und die geologischen Formationen nicht zu beschädigen. Bitte respektieren Sie auch die lokale Spiritualität (wie die Kannon-Statuen) und genießen Sie die Stille der Natur.