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Das Shoin Kiriko Matsuri ist eines der bedeutendsten traditionellen Kiriko-Feste in Suzu, Präfektur Ishikawa. Das Herzstück des Festes sind die 'Kiriko' – kunstvoll verzierte, riesige Laternen. Mitte September verwandeln diese prachtvollen Leuchtkörper die Straßen der Stadt in eine leuchtende Prozession, die die Wünsche und Gebete der lokalen Gemeinschaft widerspiegelt. Es ist eine Gelegenheit, die kraftvolle und tief verwurzelte Kiriko-Kultur der Noto-Region hautnah zu erleben.
Die Ursprünge der Kiriko-Feste reichen bis in die Edo-Zeit zurück. Während die genauen Ursprünge je nach Region variieren – manche sind mit dem Gion Matsuri in Kyoto verwandt, andere mit Reinigungsritualen –, ist die Bedeutung für die lokale Gemeinschaft immens. Bereits im Jahr 1647 finden sich Hinweise auf Kiriko-Rituale in historischen Dokumenten der Wajima Sumiyoshi-Schrein-Zeremonien. Die kulturelle Bedeutung wurde unterstrichen, indem die Kiriko-Feste der Noto-Region 1997 als immaterielles Kulturgut anerkannt wurden und 2015 offiziell zum Teil des 'Japan Heritage' erklärt wurden.
Der absolute Höhepunkt ist der Umzug der gigantischen Kiriko-Laternen durch die nächtlichen Straßen. Die Vorderseite der Laternen zeigt oft glückverheißende Schriftzeichen, während die Rückseite mit wunderschönen Malereien von Kriegern oder Landschaften geschmückt ist. Die Konstruktion erinnert an ein kleines Haus mit einem Giebeldach, dekoriert mit Papierlaternen. Wenn etwa 20 Männer eine einzige Kiriko-Laterne gemeinsam durch die Stadt tragen, entsteht eine dynamische und kraftvolle Atmosphäre, die den Betrachter in den Bann zieht.
Das Shoin Kiriko Matsuri findet traditionell Mitte September statt. Da sich die genauen Termine je nach Jahr leicht ändern können, wird empfohlen, die aktuellen Informationen vorab zu prüfen. Die Hauptaktivitäten finden nach Einbruch der Dunkelheit statt. Wenn die Laternen in der Dunkelheit der Nacht leuchten, zeigt die Stadt ein völlig anderes Gesicht als am Tag. Die Zeit zwischen dem Ende des Sommers und dem Beginn des Herbstes bietet zudem eine angenehme Brise für die Beobachtung des Festes.
Besucher können die lokale Gemeinschaft hautnah erleben, wenn diese gemeinsam die schweren, riesigen Kiriko-Laternen durch die Gassen trägt. Ursprünglich waren Kiriko kleine, aus Bambus gefertigte Lichtträger, doch im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sie sich zu monumentalen Strukturen, die heute teilweise über 10 Meter hoch sind. Die Energie und der Eifer der Menschen, diese Tradition zu bewahren, sind durch die visuelle Wucht des Festes unmittelbar spürbar.
In der Nähe von Suzu gibt es weitere kulturelle Highlights. In Wajima finden Sie beispielsweise das 'Wajima Kiriko Kaikan', in dem 31 verschiedene Kiriko-Laternen ausgestellt sind, um deren Struktur und Geschichte zu erklären. Da die verschiedenen Kiriko-Feste auf der gesamten Noto-Halbinsel zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden, lässt sich das Fest wunderbar in eine größere Reise durch die Region integrieren.
Bei den Straßenständen und lokalen Verkaufsständen ist Bargeld (Japanische Yen) zwingend erforderlich. Kreditkarten oder digitale Bezahlsysteme werden dort oft nicht akzeptiert.
In der Region Suzu ist die englische Sprachunterstütung vor Ort eher begrenzt. Wir empfehlen die Nutzung von Übersetzungs-Apps auf dem Smartphone.
Für den Besuch des Festes ist keine Vorab-Reservierung erforderlich. Falls Sie jedoch in der Nähe übernachten möchten, sollten Sie Unterkünfte frühzeitig buchen.
Da es sich um eine Veranstaltung im Freien bei Nacht handelt, sollten Sie wetterfeste Kleidung und eine leichte Jacke einplanen. Festes Schuhwerk ist aufgrund der unebenen Wege sehr empfehlenswert.
Das Fotografieren ist erlaubt, jedoch bitten wir darum, den Ablauf des Festes nicht zu stören und Rücksicht auf andere Besucher zu nehmen. Bitte beachten Sie die Regeln zur Nutzung von Stativen vor Ort.
Da es sich um ein traditionelles Fest handelt, können die Wege und Straßen Hindernisse oder unebene Flächen aufweisen. Rollstuhlfahrer sollten die Routen vorab prüfen.
Das Fest ist ein wichtiger religiöser und kultureller Ritus für die Einheimischen. Bitte verhalten Sie sich respektvoll, vermeiden Sie übermäßigen Lärm und achten Sie auf die Sauberkeit (Müllentsorgung).