
Guide
Die Shiretoko Goko sind eine Gruppe von fünf Seen, die sich im Herzen des Shiretoko-Nationalparks in der Stadt Shari (Hokkaido) befinden. Dieser Ort ist ein zentrales Element des UNESCO-Weltnaturerbes Shiretoko. Jeder der Seen, benannt von See eins bis fünf, ist eingebettet in eine majestätische Landschaft aus dem Shiretoko-Gebirge und dichten Urwäldern. Aufgrund der Topografie in den Feuchtgebieten kann sich die Anzahl der Seen während der Schneeschmelze saisonal verändern. Um die empfindliche Natur zu schützen und die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, gibt es ein spezielles Regelsystem für den Zugang, wobei die Wege und Einschränkungen je nach Route variieren.
Ursprünglich als namenlose Sümpfe bekannt, entwickelte sich das Gebiet ab den späten 1970er bis 1990er Jahren durch die Erschließung von Wanderwegen durch lokale Forstbeamte zu einem der bedeutendsten Natursehenswürdigkeiten der Shiretoko-Halbinsel. Die Landschaft ist geprägt von der Spiegelung des Shiretoko-Gebirges in den Seen und den umliegenden Primärwäldern. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Kissenkiefern und Tannen. In den letzten Jahren wurde jedoch auch auf ökologische Veränderungen aufmerksam gemacht, wie etwa die Auswirkungen von Hirschpopulationen auf die natürliche Waldverjüngung.

Es gibt zwei primäre Wanderrouten in den Shiretoko Goko. Die erste ist der „erhöhte Holzsteg“ (Koko-michi), von dem aus man einen spektakulären Blick auf den ersten See (Ichi-ko) und das umliegende Gebirge hat. Dieser Weg ist ideal für Panoramaaufnahmen. Die zweite Option sind die „Wanderwege am Boden“ (Chijo-hodo), die tiefer in die Wildnis führen. Hier können Sie die unmittelbare Umgebung des Lebensraums von Braunbären erleben und mit Tieren wie Ezo-Hirschen oder Ezo-Eichhörnchen begegnen. Es gibt kürzere Routen (ca. 40 Min. zum ersten/zweiten See) und längere Touren (ca. 90 Min. durch alle fünf Seen).
Die Nutzung der Wege unterliegt starken saisonalen Schwankungen. Die Hauptsaison ist von etwa Mai bis Oktober. Im Winter sind die Wanderwege komplett gesperrt. Da die Wege auch nachts geschlossen werden, ist ein Besuch während der Tageslichtstunden ratsam. Wichtig: Je nach Aktivität der Braunbären können Teile oder alle Wege kurzfristig aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Wir empfehlen, vorab die aktuellen Statusmeldungen zu prüfen.

Das Hauptziel ist die Naturbeobachtung. Auf dem erhöhten Steg genießen Sie die Ruhe und die Spiegelungen der Berge im Wasser. Auf den Bodenwegen erleben Sie die Wildnis hautnah. In der Nähe des Parkplatzes befindet sich ein Resthaus, in dem Sie lokale Spezialitäten wie Softeis mit Cloudberry (Molkenbeere) probieren können. Für die Sicherheit wird oft eine Bärenglocke zur Ausleihe angeboten. Beachten Sie, dass für die Nutzung der Bodenwege eine vorherige Sicherheitsunterweisung obligatorisch ist.
Sie erreichen die Shiretoko Goko über die Nationalstraße 334 oder die Hokkaido-Straße 93 (Shiretoko Park Line) aus den Richtungen Shari oder Rausu. Das Gebiet ist Teil des weitläufigen Shiretoko-Nationalparks und gehört zu den berühmten „acht Ansichten von Shiretoko“. Ein Resthaus am Parkplatz bietet Erholung vor und nach der Wanderung.

Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgang mit der Natur. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung (Regenschutz/Isolation) sind unerlässlich. Für die Parkgebühr ist oft Bargeld erforderlich. Da die Wanderwege am Boden eine Sicherheitsunterweisung erfordern, sollten Sie die Regeln vorab kennen. Da die Wege bei Bärensichtungen geschlossen werden können, prüfen Sie bitte den Tagesstatus. Fotografieren Sie bitte so, dass die Natur nicht gestört wird.