
Guide
Der Shioyasaki-Leuchtturm befindet sich in der Iwaki-Küstenregion innerhalb des Iwaki Coastal Prefectural Nature Park. Seit seiner ersten Inbetriebnahme im Jahr 1899 (Meiji 22) dient er seit langem der Sicherheit der Seefahrt. Aufgrund seiner markanten weißen Erscheinung wurde er als einer der „50 schönsten Leuchttürme Japans“ ausgezeichnet. Er wird auch lokal als „Leuchtturm von Tomosato“ geschätzt und steht majestätisch auf einer Landspitze, die weit in den Pazifik ragt.
Diese Region war historisch für ihre schwierigen Strömungen bekannt, wesste ein gefährlicher Ort für die Schifffahrt. Daher wurden bereits in der Edo-Zeit Signalfeuer errichtet, um die Seefahrt zu sichern. Der heutige Leuchtturm hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Er wurde nach Beschädigungen durch das Fukushima-Nord-Erdbeben 1935 als Stahlbetonbau rekonstruiert und überstand zudem die schwierigen Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Heute steht er als Symbol der Erholung und als Zeuge der Geschichte, der nach der Katastrophe des Großen Ostjapan-Erdbebens wieder festen Bestandteil der Landschaft bildet.
Ein weiterer kultureller Aspekt ist die Verbindung zum Film „Yorokobi mo Kanashimi mo Ikutokoshi“ (1957), der hier gedreht wurde und das Leben der Leuchtturm-Familien darstellte. In der Nähe befindet sich zudem der „Hibari no Sono“, ein Ort mit Denkmälern für die legendäre Sängerin Hibari Misora, der ein wichtiges Ziel für Fans der japanischen Musikgeschichte ist.

Das Highlight ist, dass man den Leuchtturm tatsächlich besteigen kann. Mit einer Höhe von 27 Metern bietet der Aufstieg eine einzigartige Perspektive. Im Inneren gibt es Ausstellungen zur Geschichte und Funktionsweise des Leuchtturms. Von der Spitze aus genießt man einen atemberaubenden Panoramablick über den weiten Pazifik. Zudem laden die Denkmäler für Hibari Misora, die teilweise Musik über Sensoren abspielen, zu einer kulturellen Entdeckungsreise ein.
Der Shioyasaki-Leuchtturm ist zu jeder Jahreszeit sehenswert, doch besonders von Mai bis August ist die Küstenlandschaft besonders malerisch. Die hellen Tagesstunden bieten den besten Kontrast zwischen dem weißen Turm und dem tiefblauen Meer – ideal für Fotografen. Für Besucher, die sich auch Zeit für die Ausstellungen nehmen möchten, empfiehlt sich ein Besuch am Vormittag. Bitte beachten Sie, dass die Besuchszeiten je nach Saison variieren können.
Ein Besuch hier ist mehr als nur eine Besichtigung. Das Besteigen der Treppen und der Blick von oben ist ein seltenes Erlebnis. Im „Hibari no Sono“ können Besucher die japanische Musikgeschichte hautnah erleben, wenn Sensoren die berühmten Lieder der Sängerin abspielen. Es ist ein Ort, an dem Geschichte, Natur und Kultur verschmelzen.
Der Leuchtturm liegt im Iwaki Coastal Prefectural Nature Park. Die umliegende Küste mit ihren weißen Sandstränden und grünen Kiefern ist ideal für Naturfreunde und Wassersportler. Auch der Zugang zu anderen Attraktionen wie dem „Aquamarine Park Iwaki“ oder den heißen Quellen von „Iwaki Yumoto Onsen“ ist von hier aus gut möglich, was den Ort zu einem idealen Stopp für einen Roadtrip macht.
Da Sie die Treppen im Inneren des Leuchtturms steigen müssen, werden bequeme Schuhe dringend empfohlen. Da es an der Küste windig sein kann, sind eine windfeste Jacke und ein Hut ratsam. Für den Besuch wird eine Spende von 300 Yen (Barzahlung) erhoben. Die Informationen vor Ort sind primär auf Japanisch, wobei einige Schilder englische Erläuterungen bieten können. Bitte verhalten Sie sich bei den Besichtigungen und an den Denkmälern respektvoll und ruhig.