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Shimoda Onsen ist die Bezeichnung für die Thermalquellen in der Stadt Shimoda, Präfektur Shizuoka. Das Gebiet setzt sich aus fünf verschiedenen Zonen zusammen: Rengeiji Onsen, Kawachi Onsen, Shirahama Onsen, Kannon Onsen und Aito Onsen. Jedes dieser Gebiete bietet eine einzigartige Zusammensetzung des Thermalwassers, das von milden Quellen bis hin zu stark alkalischen Bädern reicht. Eine Besonderheit ist das System, bei dem Thermalwasser aus den alten Minen von Kawatsu über Pipelines direkt zu den Hotels und Ryokans in der Stadt geleitet wird. Umgeben von einer wunderschönen Küstenlinie und unberührter Natur ist dieser Ort der ideale Rückzugsort für die Seele.
Die Region blickt auf eine reiche Geschichte zurück, die eng mit den heißen Quellen verknüpft ist. So gibt es beispielsweise in der Rengeiji-Region Legenden über den hohen Mönch Gyoki, der die Quellen einst erschlossen haben soll. Zudem spielte Shimoda eine entscheidende Rolle in der Öffnung Japans nach außen. Spuren der Kultur aus der Endzeit der Edo-Periode (Bakumatsu) sind noch heute in der Stadt sichtbar. Diese Verbindung aus historischer Tiefe und der natürlichen Kraft der Thermalquellen macht Shimode Onsen zu weit mehr als nur einem Ort der Übernachtung.
Es gibt zahlreiche Erlebnisse, die Besucher verzaubern. Besonders berühmt ist das „Sennin-buro“ (Bad für tausend Menschen) im Kanya-Ryokan in Kawachi Onsen, das für seine enorme Größe bekannt ist. Im Shirahama-Gebiet erwartet Sie ein malerisches Panorama aus smaragdgrünem Meer und weißen Sandstränden, das eine perfekte Kombination aus Wellness und Strandurlaub bietet. Zudem bieten Gebiete wie Kannon Onsen oder Aito Onsen eine sehr private Atmosphäre, ideal für die Ruhe abseits des Massentourismus. Auch saisonale Highlights wie das Hydrangea-Festival (Ajisai-Matsuri) oder die „Akai-ka“-Events im Frühsommer sind absolut empfehlenswert.
Shimoda Onsen zeigt sich zu jeder Jahreszeit von einer anderen Seite. Im Sommer steht das Leben am Strand von Shirahama im Mittelpunkt, mit Wassersport und spektakulären Ausblicken aus den Open-Air-Bädern. Im Frühsommer (Juni) verwandelt sich der Shimoda-Park mit Millionen von blühenden Hortensien in ein farbenfrohes Paradies. Im Winter hingegen bietet das warme Thermalwasser in Kombination mit dem Blick auf das ruhige, weite Meer eine besonders friedliche Atmosphäre. Ein absolutes Highlight ist der Sonnenuntergang, wenn das Licht über dem Meer die Open-Air-Bäder in ein goldenes Licht taucht.
Neben dem Baden gibt es viele Möglichkeiten, die Region zu erleben. Eine Fahrt mit dem „Izu Cruise“, einem Schiff im Stil eines schwarzen Kurofune-Dampfers, ermöglicht einen Blick auf die Küstenlandschaft. Kulinarisch ist die Region ein Paradies für Genießer: Probieren Sie unbedingt den frischen Kinmedai (Goldaugen-Hai/Goldbrassen) oder die saisonale Spezialität „Akai-ka“. Ob beim Spaziergang durch die historische Stadt, beim Entspannen in einem Fußbad (Ashiyu) oder beim Wassersport – Shimoda spricht alle Sinne an.
In der Umgebung finden Sie attraktive Ausflugsziele wie den Strand von Shirahama, der im Sommer ein Zentrum für Surfer und Wassersportler ist. Ein Spaziergang entlang der „Perry Road“ lässt Sie in die Atmosphäre der Bakumatsu-Zeit eintauchen. Auch der Shimoda-Park bietet zu verschiedenen Jahreszeiten wunderschöne botanische Erlebnisse.
Für einen entspannten Aufenthalt ist die richtige Vorbereitung wichtig. Da viele lokale Einrichtungen und kleinere Ryokans primär auf Bargeld (Japanische Yen) angewiesen sind, empfehlen wir, ausreichend Bargeld mitzuführen. Kreditkarten werden zwar oft akzeptiert, aber nicht überall. Für Besichtigungen der Küste und der Stadt sollten Sie bequeme Schuhe tragen. Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Onsen die lokalen Regeln bezüglich Tattoos (einige Einrichtungen verlangen eine vorherige Information oder verbieten diese in Gemeinschaftsbädern). Während in größeren Hotels oft Englisch gesprochen wird, ist eine Übersetzungs-App für die Kommunikation vor Ort sehr hilfreich.