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Shikokumura ist ein Freilichtmuseum am Fuße des Berges Yashima in der Stadt Takamatsu, Präfektur Kagawa, das das Thema des traditionellen japanischen Lebens aufgreift. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1976 präsentiert die Anlage Gebäude und Strukturen aus der Edo- und Meiji-Zeit, die aus den Präfekturen Shikoku und Hyogo versetzt und rekonstruiert wurden. Auf dem weitläufigen Gelände finden Sie zahlreiche historisch wertvolle Bauten, darunter Gebäude, die als wichtige Kulturgüter Japans eingestuft sind. Ein besonderes Highlight ist die „Shikokumura Gallery“, entworfen vom weltberühmten Architekten Tadao Ando, die eine faszinierende Harmonie zwischen traditioneller japanischer Baukunst und moderner Architektur schafft.
Das Museum wird von der Shikoku Folk House Museum Foundation betrieben, mit dem Ziel, die schwindenden traditionellen japanischen Baustile und die Lebenskultur zu bewahren. Die Gebäude sind keine bloßen Exponate, sondern waren einst funktionale Strukturen, die das tägliche Leben stützten. So spiegeln die Häuser die Vielfalt der Regionen wider – von Bauernhäusern in Bergdörfern bis hin zu Gebäuden, die das Leben in Küstennähe oder den Einfluss ausländischer Bewohner (Ijinkan) dokumentieren. Durch die Versetzung und Rekonstruktion dieser Bauwerke wird die historische Landschaft Japans für kommende Generationen bewahrt.

Die Anlage beherbergt eine Vielzahl beeindruckender Bauwerke. Die Gebäude „Kuno-ke Residence“ und „Shimoki-ke“ sind wertvolle Zeugnisse der damaligen Bautechnik und Lebensweise. Ein weiteres Highlight ist das „Wasa-Down Residence“, ein zweistöckiges Holzhaus aus der Meiji-Zeit, das den Charme eines ehemaligen ausländischen Wohnhauses in Kobe vermittelt. Auch die traditionelle Industrie wird thematisiert: Besuchen Sie die „Sojas-Brauerei“ (Shoyu-Kura) oder die Anlagen zur Zuckerverarbeitung, um die damaligen Produktionsmethoden zu verstehen. Zudem finden sich kuriose Objekte wie die Hängebrücke im Stil der Kazuya-Brücke aus Tokushima oder der „Shimane-Maru Mast“, der als Signalstation diente.
Da Shikokumura ein Freilichtmuseum ist, verändert sich die Atmosphäre mit den Jahreszeiten. Von Frühling bis Herbst bietet der Kontrast zwischen der üppigen Natur und den alten Häusern ein wunderschönes Panorama, ideal für Spaziergänge. Besonders helles Tageslicht eignet sich hervorragend, um die Details der Reetdächer und Holzstrukturen zu fotografieren. In der Dämmerung entsteht eine besonders stimmungsvolle, melancholische Atmosphäre. Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Schließzeiten: Von April bis Oktober bleibt das Gelände bis 17:00 Uhr geöffnet, von November bis März bis 16:30 Uhr.

In Shikokumura können Sie die traditionelle japanische Architektur hautnah erleben. In der von Tadao Ando entworfenen Galerie verschmelzen modernes Design, Natur und historische Kulisse zu einem einzigartigen Raum. Ein kulinarisches Highlight erwartet Sie im benachbarten „Wara-ya“: In einem traditionellen Reetdachhaus können Sie authentische Sanuki Udon genießen. Da das Gelände viele Steigungen und Treppen aufweist, wird das Tragen von festem, bequemen Schuhwerk dringend empfohlen.
Shikokumura liegt am Fuße des Berges Yashima. In der Umgebung befinden sich historische Orte wie der Yashima-Schrein sowie weitere Sehenswürdigkeiten in Takamatsu. Über die Yashima Skyway erreichen Sie den Ort mit einer malerischen Fahrt entlang der Küste des Seto-Binnenmeeres. Von der Innenstadt Takamatsu aus ist das Museum zudem sehr gut mit dem Zug (JR oder Kotoden) erreichbar.

Das Gelände ist weitläufig und weist viele Steigungen sowie unbefestigte Wege auf; festes Schuhwerk ist ein Muss. Bitte achten Sie beim Fotografieren der historischen Gebäude auf die geltenden Regeln und respektieren Sie die Bausubstanz. Die Bezahlung vor Ort ist per Bargeld, Kreditkarte oder IC-Karte (wie Suica/Pasmo) möglich. Eine Reservierung ist nicht erforderlich, aber prüfen Sie vorab die Website für die aktuellen Öffnungszeiten, da diese saisonal variieren.