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Die Shigaraki-no-miya Ruinen sind ein historisch bedeutsamer Ort, an dem Kaiser Shomu während der Nara-Zeit für kurze Zeit seine Residenz hielt. Der Dairino-chi Bereich umfasst das Gebiet, das auch die Koji-ji Ruinen einschließt. Heute finden sich die Überreste der einst prächtigen Paläste und Tempel inmitten eines üppigen Waldes. Obwohl die Gebäude selbst verschwunden sind, lassen die Gedenksteine, erhöhten Fundamente und Bodenstrukturen die ursprüngliche Dimension und die architektonische Anordnung der damaligen Hauptstadt erahnen.
Dieser Ort wurde ursprünglich als kaiserliche Sommerresidenz konzipiert, bevor er zum offiziellen Regierungssitz aufgewertet wurde. Aufgrund von Bränden und politischen Veränderungen wurde die Hauptstadt jedoch nach kurzer Zeit nach Heijo-kyo (Nara) verlegt. Der Ort ist zudem eng mit dem Ursprung des Bau der Großen Buddha-Statue in Nara verbunden und markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der japanischen Geschichte. Im Dairino-chi Bereich befanden sich einst zentrale Gebäude wie die Kindo (Goldene Halle) und ein fünfstöckiger Pagodenturm.

Im Dairino-chi Bereich gibt es verschiedene Fundstellen, die die damalige Architektur veranschaulichen. Ein Highlight ist die Kindo-Ruine, die als Ort der Hauptgottheit galt. Sie liegt auf einem leicht erhöhten Plateau, was die damalige Bedeutung und den Status des Gebäudes unterstreicht. Zudem können Sie die Spuren des Toin (Pagoden-Bereich), der Mönchszellen und der Glockentürme entdecken. Wanderwege führen Sie entlang der ehemaligen Gebäudestrukturen. Vor Ort helfen Gedenksteine und Erläuterungen dabei, die räumliche Anordnung der historischen Gebäude visuell zu verstehen.
Die Ruinen sind ein offenes Naturareal. Da die Stätte von Wald umgeben ist, variiert die Atmosphäre je nach Jahreszeit. Im Sommer kann es viele Insekten geben; für einen komfortablen Spaziergang empfiehlt sich daher der Besuch in den Übergangszeiten oder in den kühleren Monaten. Ein Besuch bei Tageslicht ist besonders empfehlenswert, da die Topografie und die Anordnung der Ruinen bei Sonnenschein am besten erkennbar sind.
Die Hauptaktivität ist das „historische Wandern“. Es gibt keine klassischen Museen mit Ausstellungsräumen, sondern die Geschichte wird durch das Erkunden der Natur erlebt. Man wandert auf Pfaden und beobachtet die Steine und Fundamente, die die Landschaft prägen. Selbst ohne tiefgehende Geschichtskenntnisse lässt sich durch das Beobachten der Geländeformationen die einstige Pracht der Hauptstadt lebendig vorstellen.
Die Shigaraki-no-miya Ruinen liegen in der malerischen Natur von Koka, Präfektur Shiga. In der Nähe befindet sich die Region um Shigaraki, die weltbekannt für ihre traditionelle Shigaraki-Keramik ist. Eine Kombination aus historischer Erkundung und dem Besuch lokaler Handwerkskunst ist ideal. Parkplätze sind in der Nähe der Station Shigaraki-no-miya Ruinen vorhanden, sodass die Anreise mit dem Auto sehr komfortabel ist.
Da das Gelände in einem Waldgebiet liegt und teilweise unbefestigt oder leicht geneigt ist, sind festes Schuhwerk und bequeme Wanderschuhe unerlässlich. Im Sommer wird der Einsatz von Insektenschutzmitteln empfohlen. Der Zugang zur Ruinenstätte selbst ist kostenlos und erfordert keine Reservierung. Bitte beachten Sie, dass die Beschilderung vor Ort nur begrenzt auf Englisch verfügbar sein kann. Da es sich um eine unebene Naturlandschaft handelt, ist die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer stark eingeschränkt. Bitte achten Sie beim Fotografieren auf die Natur und die historischen Stätten.