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Shiga-in Monzeki ist ein Tempel der Tendai-Schule, der sich in Sakamoto in der Stadt Otsu, Präfektur Shiga, befindet. Er wurde in der frühen Edo-Zeit von dem Mönch Tenkai gegründet, der Gebäude aus dem Hōshō-ji-Tempel in Kyoto hierher übertrug. Der Tempel blickt auf eine lange Geschichte zurück, in der Mitglieder des kaiserlichen Hauses als Residenz für die hochrangigen Mönche (Monzeki) dienten, was dem Ort eine außergewöhnliche Würde verleiht. Das weitläufige Gelände umfasst etwa 20.000 Quadratmeter und beherbergt historische Gebäude wie die Naitotsuden (Haupt Halle), Shinden, Shoin, Kura und weitere Strukturen.
Die Geschichte des Tempels reicht bis ins Jahr 1615 zurück. Der Ursprung liegt in der Schenkung von Gebäuden des Hōshō-ji durch den Kaiser an den Mönch Tenkai, der als enger Vertrauter von Tokugawa Ieyasu bekannt war. Später erhielt der Tempel den Namen „Shiga-in“ sowie Ländereien vom Kaiser Go-Mizunoo. Da hier über Generationen hinweg die höchsten Würdenträger der Tendai-Schule residierten, entwickelte sich der Tempel zu einem „Monzeki“ (einem Tempel mit kaiserlichem Bezug). Trotz der Herausforderungen der Meiji-Restauration bleibt der Tempel heute ein bedeutender Ort zur Bewahrung der historischen Architektur und Kulturgüter.

Shiga-in Monzeki beherbergt zahlreiche Kulturschätze. Besonders hervorzuheben sind die Wandgemälde der Kano-Schule in den Schrein-Räumen (Shoin), die die hohe Kunstfertigkeit der frühen Edo-Zeit widerspiegeln. Die Haupthalle (Naitotsuden) ist als wichtiges Kulturgut eingestuft und bewahrt den Baustil der frühen Edo-Zeit. Zudem gibt es verschiedene Gartenanlagen, wie den „Kemari-Garten“ mit seinen markanten Nadelbäumen sowie den Garten des Zweistöckigen Shoin aus der Meiji-Zeit, die jeweils unterschiedliche ästichter Merkmale aufweisen.
Die Gärten verändern ihre Farben je nach Jahreszeit. Von Frühling bis Herbst zeigt sich ein prächtiges Wechselspiel der Farben und Grüntöne. Besonders im Shiga-in-Garten westlich des Shinden kann man die Bewegung des Wassers aus dem Gonen-Fluss und die fünf Meter lange Steinbrücke bewundian. Während der hellen Tagesstunden sind die Strukturen der Teiche und Wasserfälle besonders gut sichtbar, was einen idealen Zeitpunkt für einen meditativen Besuch darstellt.

Besucher können die traditionelle japanische Architektur und die Gestaltung der Gärten aus nächster Nähe studieren. Von der Veranda des Shinden aus bietet sich ein wunderbarer Blick auf den langgestreckten Garten aus verschiedenen Perspektiven. Ein weiteres Highlight ist das Sammeln von Goshuin (Tempelstempeln). Diese rituellen Stempel, die oft Symbole der Tendai-Schule oder Schriftzüge des Lotus Sutra enthalten, können nach der Zahlung der Besichtigungspauschie am Empfang neben der Haupthalle erworacht werden.
Die Stadt Sakamoto, in der sich der Tempel befindet, ist bekannt für ihre traditionellen Wohnhäuser mit der speziellen „Ano-Zumi“-Steinmauertechnik. In der Nähe befinden sich weitere historische Orte wie das Jigen-do, das als Grabstätte des Meisters Tenkai gilt, sowie das Hauptquartier der Tendai-Schule. Die Lage am Fuße des Berges Hiei verleiht der gesamten Region eine tiefe spirituelle und historische Atmosphäre.

Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch die folgenden Punkte: