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Das Shakado Iseki Museum in Ichinomiya, Fuefuki, Präfektur Yamanashi, ist ein spezialisiertes Museum für archäologische Funde aus der Jomon-Zeit. Diese Region bildet einen zentralen Knotenpunkt der Jomon-Kultur im zentralen Hochland und spielt eine entscheidende Rolle in der Erzählung des japanischen Erbes „Sternenfall im zentralen Hochland“. Die Ausstellungen zeigen hochgradig kunstvolle Keramiken und Dogū-Figuren (Erdgötzen), die von den Menschen der Jomon-Zeit geschaffen wurden. Besonders die enorme Anzahl an gefundenen Dogū-Figuren verleiht dem Museum einen außergewöhnlichen historischen Wert.
Das Museum befindet sich in einer Region, die seit der Antike als bedeutende Quelle für Obsidian bekannt ist. Obsidian war in der Jomon-Zeit ein äußerst wertvolles Material für Werkzeuge, was beweist, dass diese Region über eine reiche Natur und hochentwickelte Techniken verfügte. Archäologische Ausgrabungen haben Siedlungsspuren und Werkzeuge dokumentiert, die von der Altsteinzeit bis zur Heian-Zeit reichen und die lange Geschichte menschlicher Besiedlung belegen. Besonders die Kultur der mittleren bis späten Jomon-Zeit prägte die Identität dieses Ortes.
Das Highlight des Museums ist die beeindruckende Sammlung von national ausgewiesenen wichtigen Kulturgütern. Die Darstellung der Dogū-Figuren ist spektakulär: Mit über 1.116 gefundenen Exemplaren gehört das Museum zu den bedeutendsten seiner Art in Japan. Diese Figuren spiegeln nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch die spirituelle Welt und die künstlerische Tiefe der damaligen Zeit wider. Neben den Figuren werden auch fein gearbeitete Keramiken und Obsidian-Werkzeuge ausgestellt, die einen tiefen Einblick in das tägliche Leben und das technologische Niveau der Jomon-Menschen geben. In den Dauerausstellungen wird zudem ein Leitvideo mit dem Schauspieler Arata Iura gezeigt, das die Fundstücke anschaulich erklärt.
Das Museum ist üblicherweise von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Ein Besuch während der hellen Tagesstunden wird empfohlen, um die Details der Exponate optimal zu sehen. Da die Ausstellungen in Innenräumen stattfinden, ist ein Besuch zu jeder Jahreszeit angenehm möglich. Ein besonderes Erlebnis bietet die Umgebung: Die Region ist bekannt für die „Chairing“-Kultur, bei der man sich mit einem Klappstuhl in der Natur niederlässt, um die Aussicht auf die Südalpen oder das Kōfu-Becken zu genießen. Dies ermöglicht eine entspannte Kombination aus historischer Bildung und Naturgenuss.
Besucher können die Welt der Jomon-Zeit nicht nur durch bloßes Betrachten, sondern auch durch audiovisuelle Vermittlung erleben. Die Begleitvideos in den Ausstellungsräumen erläutern den Hintergrund und die Faszination der Exponate auf verständliche Weise. Zudem gibt es vor Ort gelegentlich die Möglichkeit, Klappstühle zu leihen, um das „Chairing“ – das Verweilen im Freien mit einem Stuhl – zu erleben. Dies erlaubt es, die historische Atmosphäre mit der idyllischen Landschaft der Umgebung zu verbinden.
Das Museum liegt in unmittelbarer Nähe zur Shakado Parking Area an der Chuo Expressway. Dies macht die Anreise mit dem Auto sehr komfortabel. Die Lage auf einem Schwemmfächer bietet einen weiten Blick über das Kōfu-Becken und ist von einer naturreichen Umgebung geprägt. Es eignet sich hervorragend als Zwischenstopp während einer Autoreise oder als Ziel für einen kulturellen Ausflug.
Für den Besuch des Museums ist keine spezielle Kleidung erforderlich. Da es sich jedoch um sehr empfindliche archäologische Fundstücke handelt, ist strikt auf die geltenden Regeln in den Ausstellungsbereichen zu achten (z. B. Berührungsverbot). Bitte prüfen Sie vorab die offiziellen Kanäle oder die Website auf aktuelle Informationen zu Zahlungsarten, Barrierefreiheit oder kurzfristigen Änderungen aufgrund von Wetterbedingungen.