
Guide
Die Senjojiki-Ebene, die sich oberhalb des Cape Ohana am südlichen Hang des Mount Hakodate erstreckt, ist eine weitläufige Graslandschaft von besonderer Schönheit. In diesem Gebiet befinden sich die Überreste der „Senjojiki Geschützstellung“ und der „Kampfkommandozentrale“, die von der Meiji-Ära bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs als Teil der Hakodate-Festung dienten. Die robusten Strukturen aus Beton und Ziegeln zeugen von der einstigen militärischen Bedeutung und schaffen eine faszinierende Verbindung zwischen der schweren Geschichte und der unberührten Natur.
Während der Meiji-Zeit verstärkte die japanische Regierung die Verteidigung der Tsugaru-Straße und des Hafens von Hakodate. Ab 1895 wurden in dieser Region massive Verteidigungsanlagen errichtet. Die Kampfkommandozentrale fungierte als zentrales Nervenzentrum, das mehrere Geschütze und Beobachtungsposten koordinierte. Die Architektur aus widerstandsfähigem Beton, Ziegeln und Stein wurde speziell entwickelt, um den extremen Bedingungen im Gebirge standzuhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das gesamte Gebiet um den Mount Hakodate für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und dient heute als bedeutendes historisches Erbe.

Das Highlight ist die Erkundung der historischen Strukturen. Das Innere der Kommandozentrale besteht aus einer symmetrischen Anordnung von Räumen und Kommunikationsanlagen mit einem zentralen Treppenhaus. An den Wänden lassen sich noch heute Leitungen, kleine Fenster und Bereiche erkennen, die als Munitionslager dienten, was die Atmosphäre der damaligen Zeit lebendig werden lässt. In der Umgebung finden sich zudem kreisförmige Fundamente von Beobachtungsposten und Geschützstellungen. Von hier aus bietet sich zudem ein Panoramablick über die Tsugaru-Straße bis hin zur Insel Honshu.
Die beste Zeit für einen Besuch ist von Mai bis September, wenn die Graslandschaft in sattem Grün erstrahlt und ideal für Wanderungen ist. Im Sommer ist die Gegend auch ein beliebter Ort für Familien und lokale Wanderer. Im Winter (Mitte November bis Mitte April) ist aufgrund von Schnee und Eis Vorsicht geboten, da Wege und Straßen oft unpassierbar sein können. Für die beste Sicht auf die Tsugaru-Straße empfiehlt sich ein Besuch an klaren Tagen während der Tagesstunden.

Besucher können die Ruinen im Rahmen einer Wanderung erkunden. Es gibt verschiedene Routen, wie den „Nanamagari-Pfad“ vom Mount Hakodate oder den klassischen „Alten Wanderweg“. Eine weitere Option ist die Anfahrt mit dem Auto bis zum „Tsutsujiyama-Parkplatz“. Da es im Inneren der Ruinen sehr dunkel ist, wird dringend empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen, um die Details der historischen Strukturen sicher zu betrachten.
In der Nähe der Senjojiki-Ebene gibt es weitere kulturelle Orte. Am Fuße des Mount Hakodate befindet sich das „Hekketsu-Denkmal“, das zur Erinnerung an die Gefallenen des Boshin-Krieges errichtet wurde. Auch der nahegelegene Hakodate Hachiman-Schrein bietet einen schönen Blick auf die Tsugaru-Straße. Diese Orte lassen sich ideal zu einer kulturgeschichtlichen Rundreise verbinden.
Bitte bereiten Sie sich gut vor: Da das Gelände uneben und die Ruinen im Inneren dunkel sind, sind festes Schuhwerk und eine Taschenlampe unerlässlich. In der Nebensaison kann auch warme Kleidung nötig sein. Die Bezahlung für Parkgebühren erfolgt in der Regel in bar. Da die englischsprachige Beschilderung begrenzt ist, empfiehlt es sich, vorab Informationen zu sammeln. Bitte respektieren Sie die historische Substanz und nehmen Sie Ihren Müll wieder mit.