
Guide
Das Sendai 3.11 Memorial Koryukan ist ein bedeutendes Zentrum, das die Erinnerungen und Erfahrungen der Großen Ostjapanischen Erdbebenkatastrophe bewahrt. Es dient als Brücke, um durch Kommunikation Weisheit und Lehren an die Welt und kommende Generationen weiterzugeben. Die Einrichtung dokumentiert die Geschichte der Küstenregion im Osten von Sendai, die harten Fakten der Katastrophe sowie die persönlichen Aufzeichnungen der Menschen, die in dieser Region lebten.
Die Region im Osten von Sendai, insbesondere das Viertel Aramaha, war einst eine lebendige Küstengemeinde mit etwa 800 Haushalten und 2.200 Einwohnern. Nach der Großen Ostjapanischen Erdbebenkatastrophe wurde dieses Gebiet als Gefahrenzone ausgewiesen. Das Zentrum vermittelt die historische Bedeutung dieser Region sowie die Auswirkungen der Katastrophe durch detaillierte Ausstellungen und spezielle Veranstaltungen, um das Verständnis für die Geschichte der Bewohner zu vertiefen.
In den Ausstellungsräumen können Besucher die Realität der Katastrophe hautnah erleben. Themen wie „Die Fakten des 11. März × Die Wahrheit des Herzens“ bieten eine tiefgründige Perspektive. Besonders wertvoll sind die Publikationen wie „Umi no Furusato – Geschichte und Erinnerung der Küstenregion von Sendai“, die die Identität der Region bewahren. Je nach Saison finden zudem kulturelle Veranstaltungen statt, die die Verbindung zwischen der Natur und der lokalen Kultur beleuchten.
Die reguläre Öffnungszeit ist von 10:00 bis 17:00 Uhr. An besonderen Tagen wie dem 11. April verlängert sich die Öffnungszeit oft bis 19:00 Uhr. Es werden auch saisonale Aktivitäten wie die „Umi no Hanazono Eco-Tour“ angeboten, die es ermöglichen, die natürliche Umgebung und das Ökosystem der Region nach der Katastrophe neu zu entdecken.
Das Zentrum ist weit mehr als ein reines Museum; es ist ein Ort der Begegnung. Es finden regelmäßig kulturelle Events wie Ukulele-Konzerte oder traditionelle Rakugo-Darbietungen sowie Workshops statt. Ein besonderes lokales Highlight ist die Möglichkeit, eine Urkunde für den Aufstieg auf den „Hiyoriyama“ – einen der niedrigsten Berge Japans – direkt im Memorial Center zu erhalten.
Das Zentrum liegt in einem Gebiet, das den Wiederaufbau und die aktuelle Situation nach der Katastrophe verdeutlicht. In der Umgebung kann man die Koexistenz von Natur und Erinnerung erleben, etwa durch die Pflege von Biotopen an der Wasserlinie oder durch Spaziergänge in den Küstenvegetationszonen.
Bitte achten Sie während Ihres Besuchs auf ein respektvolles und ruhiges Verhalten, da es sich um eine Gedenkstätte handelt. Für die Teilnahme an Eco-Tours oder Wanderungen wird bequemes Schuhwerk empfohlen.