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Satake-ji ist ein Tempel der Shingon-Schule (Yuzan-Zweig) in der Stadt Hitachiota, Präfektur Ibaraki. Der Bergname lautet Myofuku-san und der Innamei ist Myooin. Die Hauptgottheit ist die Elf-Gesichtige Kannon (Juichimen Kanzeon Bosatsu), und der Tempel ist als der 22. Station der Bando 33 Kannon-Wallfahrt bekannt. Das bedeutendste Merkmal ist die Haupthalle, die als nationales Kulturgut Japans eingestuft ist. Der Tempelkomplex bewahrt die Form der traditionellen japanischen Tempelarchitektur mit ihrer tiefen historischen Bedeutung.
Die Geschichte des Tempels reicht weit zurück; Legenden besagen, dass er im Jahr 807 gegründet wurde. Es gibt Aufzeichnungen, wonach die Kannon-Statue bereits im Jahr 985 unter Kaiser Kanno enthielt. Ursprünglich als Kannon-ji bekannt, hat der Tempel eine enge Verbindung zum Satake-Clan, der die Provinz Hitachi regierte. Der Name 'Satake' leitet sich vermutlich von einer Legende ab, nach der der Gründer Gensho eine besondere Bambusspitze (Take) als glückbringendes Zeichen fand. Der heutige Tempel wurde im Jahr 1546 von Satake Yoshiaki, dem 18. Oberhaupt des Satake-Clans, an diesem Ort wiederaufgebaut. Während der Meiji-Zeit gab es aufgrund der religiösen Reformen (Haibutsu Kishaku) eine Phase, in der der Tempel vorübergehend ohne Mönche war.

Das herausragendste Bauwerk ist die Haupthalle (Hondo), die der späten Muromachi-Zeit (1467–1572) zuzuordnen ist. Sie besticht durch ein Schindeldach (Kirizuma-zukuri) und ein umlaufendes Nebendach (Mokoshi) aus Kokerabuki-Schindeln. Die Fassade mit dem prächtigen Karahafu-Giebel zeigt feine Details der Momoyama-Architektur. Eine Besonderheit ist die Ausrichtung der Halle nach Norden. Ein weiteres Highlight ist das Sanmon (Nio-Tor). Obwohl das heutige Tor im Jahr 1940 rekonstruiert wurde, zeugen die historischen Wurzeln der dort einst beheimateten Nio-Wächterfiguren von der tiefen Geschichte des Ortes. Das Tor wurde kürzlich restauriert und präsentiert sich in einem gepflegten Zustand.
Der Besuch des Tempelgeländes ist tagsüber möglich. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch bei klarem Wetter, um die Details der historischen Architektur und das Schindeldach unter hellem Licht voll erfassen zu können. Die Tageslichtstunden eignen sich am besten, um die feinen Schnitzereien der Momoyama-Ära zu bewundern.

Besucher können im Rahmen der Bando 33 Kannon-Wallfahrt ein Goshuin (heilige Kalligrafie-Siegel) erhalten. Die Annahme von Goshuin ist von April bis Oktober von 09:00 bis 16:30 Uhr und von November bis März von 09:00 bis 16:00 Uhr möglich. Bitte beachten Sie die Mittagspause zwischen 12:00 und 13:00 Uhr. Ein Spaziergang durch das Gelände ermöglicht es, die Struktur der Architektur aus der Muromachi- und Momoyama-Zeit hautnah zu erleben.
Die Region um Hitachiota bietet eine Mischung aus Natur und Geschichte. Da sich auch andere Stationen der Bando 33 Kannon-Wallfahrt in der Nähe befinden, lässt sich der Besuch ideal in eine Pilgerreise integrieren. In der Nähe der Station Hitachiota können Sie zudem Fahrräder mieten, um die Umgebung zu erkunden.
Für den Besuch des Tempels wird angemessene, dezente Kleidung empfohlen. Da das Gelände unebene Wege und Steine aufweist, sollten Sie bequeme Schuhe tragen. Die Bezahlung (z.B. für Goshuin) erfolgt in der Regel in bar. Bitte achten Sie beim Fotografieren auf die Anweisungen des Personals, insbesondere im Inneren der Haupthalle. Das Verwaltungsbüro befindet sich rechts neben dem Sanmon-Tor.