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Yamanoue no Hi (山上碑) ist ein im Jahr 681 während der Asuka-Zeit errichteter Gedenkstein in der Stadt Yamana, Takasaki, Präfektur Gunma. Er gilt als der älteste in Japan, der in seiner ursprünglichen Form vollständig erhalten geblieben ist. Dieser Stein ist ein bedeutendes historisches Monument, das Aufschluss über das tägliche Leben der Menschen, die Einführung der Kanji-Schrift aus dem asiatischen Festland und die tiefe Verwurzelung des Buddhismus in der damaligen japanischen Gesellschaft gibt. Zusammen mit dem benachbarten Yamanoue-Kofun (Grabhügel) ist die Stätte als Nationaler Besonderer Historischer Ort ausgewiesen.
Der Stein wurde im Jahr 681 n. Chr. von einem Mönch namens Chori errichtet, der im Tempel Hokko-ji diente. Er widmete das Denkmal seiner Mutter, Kurometoji. Die Inschrift dokumentiert nicht nur die Abstammung seiner Mutter, sondern auch die Familienlinie väterlicherseits. Seine Mutter stammte aus der Familie der Kenju, die das Gebiet der Sanō-Familie (ein direkt unter der Yamato-Regierung stehendes Gebiet) verwaltete, während die väterliche Linie auf die Shinkaw-Clan-Ahnen zurückgeht, die als lokale Herrscher am Südrand des Berges Akagi galten. Da in der Nähe von Maebashi Dachziegel mit dem Namen „Hokko-ji“ gefunden wurden, wird vermutet, dass der Tempel, an dem Chori diente, der Sannō-Tempel war. Dies unterstreicht, dass der Buddhismus zu dieser Zeit eine fortschiente, fortschrittliche Ideologie darstellte.

Das Haupthighlight ist der Gedenkstein selbst und der direkt daneben liegende Yamanoue-Kofun. Der Stein besteht aus hartem Diorit, ist 111 cm hoch, 47 cm breit und 52 cm dick. Auf der Vorderseite sind 53 Kanji-Zeichen in vier vertikalen Spalten eingraviert. Diese Inschrift ist ein faszinierendes Beispiel für die frühe Verwendung der chinesischen Schriftzeichen in der japanischen Grammatikstruktur. Der benachbarte Yamanoue-Kofun ist ein kreisförmiger Grabhügel mit einem Durchmesser von 15 Metern, der eine Grabkammer aus behauenen Steinen aufweist. Der Hügel wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts errichtet und gilt als das Grab von Kurometoji.
Yamanoue no Hi und der Yamanoue-Kofun sind als Außenanlagen öffentlich zugänglich. Es gibt keine saisonalen Einschränkungen, aber es wird empfohlen, die Stätte bei hellem Tageslicht zu besuchen. Nur so lassen sich die feinen Details der Inschrift und die komplexe Struktur der Steinsetzungen des Grabhügels optimal beobachten und fotografieren.
Besucher können die Geschichte der Familie und der kulturellen Übertragung hautnah erleben. Während man die Erzählung über Chori und seine Mutter nachvollzieht, taucht man in das Leben vor über 1300 Jahren ein. Zudem bietet die Beobachtung der Grabstruktur (der sogenannten Lochkammer) tiefe Einblicke in die antiken Bestattungstechniken und die damalige Architektur.
In der Umgebung finden sich weitere historische Monumente, die als „Jono Sanbi“ bekannt sind, darunter der Tago-Hi und der Kanaizawa-Hi. Diese Stätten sind Teil des kulturellen Erbes der Region. Die Stadt Takasaki bietet zudem zahlreiche weitere historische Pfade für geschichtsinteressierte Reisende.
Da es sich um eine archäologische Außenstätte handelt, ist festes Schuhwerk sehr zu empfehlen, da der Boden uneben sein kann. Es ist ratsam, Notizmaterial oder eine Kamera für detaillierte Beobachtungen mitzuführen. Bitte respektieren Sie die historische Substanz und berühren Sie die Steine oder die Strukturen des Grabhügels nicht.