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Saikazaki ist eine markante Landspitze im Südwesten der Stadt Wakayama in der Präfektur Wakayama. Gelegen im geschützten Bereich des Seto-Inlandsee-Nationalparks, besticht der Ort durch eine malerische Kulisse mit Häusern an den sanften Hügeln, weshalb er oft als das „Amalfi Japans“ bezeichnet wird. Vom Saikazaki-Leuchtturm (Saikazaki Toshō) aus bietet sich ein unverbaute Sicht auf die Kii-Straße, die Insel Tomogashima, die Insel Awaji und sogar bis nach Shikoku. Ein besonderes Erlebnis ist der Fischereihafen Saikazaki, wo regelmäßig Direktverkäufe stattfinden, bei denen Sie fangfrische Meeresfrüchte direkt von den Booten erwerben können.
Die Region blickt auf eine lange Geschichte zurück; schon in der klassischen Anthologie Man'yoshu wurde die Gegend als „Saika no Ura“ besännt. Während der Muromachi-Zeit siedelten sich viele Fischer an, um den großflächigen Fischfang zu betreiben. In der Edo-Zeit war die Landspitze strategisch wichtig, weshalb an den markanten Punkten „Bansho no Hana“ und „Tonga no Hana“ Kanonenstellungen (Daiba) der Kishu-Domäne errichtet wurden. Diese historischen Hinterlassenschaften, wie die Überreste der Kanonenstellungen (ein Denkmal der Präfektur Wakayama), zeugen noch heute von der militärischen Bedeutung der Küste.

In Saikazaki gibt es zahlreiche Entdeckungen: Der Saikazaki-Leuchtturm ist der zentrale Punkt, der mit seiner Aussichtsplattform einen Panoramablick über das Meer und die umliegenden Inseln ermöglicht. Historisch Interessierte können die Überreste der Kanonenstellungen (Saikazaki Daiba) besichtigen. Ein absolutes Highlight ist der direkte Kontakt zur lokalen Fischerei: An bestimmten Tagen können Sie direkt am Hafen fangfrische Meeresfrüchte kaufen – ein Erlebnis, das Natur, Geschichte und die lebendige Fischereikultur vereint.
Saikazaki zeigt zu jeder Zeit ein anderes Gesicht. Besonders zur Abendstunde ist der Ort ein Paradies für Fotografie-Liebhaber, da die Sonnenuntergänge über der Kii-Straße als besonders spektakulär gelten. Beachten Sie bei der Planung der Fischverkäufe die saisonalen Unterschiede: Von Oktober (Tag des Sports) bis Mitte Mai finden die Verkäufe meist ab ca. 15:00 Uhr statt, während sie von Mitte Mai bis Oktober eher gegen 19:00 Uhr beginnen. Da sich diese Zeiten je nach Wetter und Fangmenge ändern können, empfiehlt sich eine kurze vorherige Prüfung.

Die Region bietet eine Mischung aus Natur und Kulinarik. Am Hafen können Sie das lebhafte Treiben beobachten und direkt von den Booten einkaufen. Für ein entspanntes Erlebnis bietet der „Saikazaki Sea Park“ das sogenannte „Choi-Tsuri“ (leichtes Angeln) an, bei dem Sie ohne Vorbereitung und ohne eigene Ausrüstung das Angeln ausprobieren können. Kulinarisch lässt sich der Besuch perfekt abrunden, etwa im nahegelegenen „cafe 海街日記“ (Cafe Umachi Nikki), wo Sie mit Blick auf den Hafen köstliche Gerichte mit roten Beinen (Ebi) oder fotogene Süßspeisen genießen können.
In der Nähe von Saikazaki finden Sie weitere kulturelle Schätze der Wakaura-Region, wie den Wakaura Tenmangu Schrein, den Tamatsushima Schrein und die berühmte Furobashi-Brücke. Wer Entspannung sucht, kann den „Seaside Kanadei“ besuchen, wo man in heißen Quellen (Onsen) baden und dabei den Blick auf das Meer genießen kann.
Da Saikazaki eine Küstenregion ist, empfehlen wir festes, bequemes Schuhwerk für die Wege entlang der Klippen und des Hafens. Für den Direktverkauf am Hafen ist es ratsam, ausreichend Bargeld (Japanische Yen) mitzuführen, da Kartenzahlung dort oft nicht möglich ist. Wenn Sie das Angeln ausprobieren möchten, bringen Sie bitte eine Kühlbox und Eis mit, falls Sie den Fang direkt mitnehmen möchten. Bitte achten Sie beim Fotografieren darauf, die Fischer bei der Arbeit nicht zu behindern.