
Guide
Rakuzanen ist ein als nationales Kulturdenkmal ausgewiesener Garten in der Stadt Kanra, Präfektur Gunma. Er war ursprünglich der Garten der Residenz des Obata-Clans, die in der frühen Edo-Zeit von der Familie Oda errichtet wurde. Der Garten ist im Stil eines 'Chisen-kaiyu-shiki' (ein Wandelgarten um einen zentralen Teich) gestaltet, der es Besuchern ermöglicht, die Landschaft beim Umwandern des Teichs immer wieder neu zu entdecken. Ein besonderes Merkmal ist die Technik des 'Shakkei' (geborgte Landschaft), bei der die umliegenden Berge wie der Ogawa- und der Momiji-yama-Berg optisch in die Gartenkomposition integriert werden. Im Park befinden sich mehrere Teestuben wie die 'Ume-no-Chaya' oder 'Koshikake-Chaya', die eine tiefe Verbindung zwischen der Gartenstruktur und der japanischen Teekultur pflegen.
Der Garten wurde in der Ära von Oda Nobukatsu errichtet, der im Jahr 1615 (Genna-Ära) das Gebiet Obata erhielt. Der Name 'Rakuzanen' leitet sich aus einem klassischen Text ab, der besagt: 'Der Weise genießt das Wasser, der Tughafte genießt die Berge'. Der Garten bewahrt die charakteristischen Merkmale eines 'Daimyo-Gartens' (Adelgarten) aus der Übergangszeit vom Kriegszustand zur friedlichen Edo-Zeit. Die Architektur und die Anordnung der Gebäude spiegeln die Struktur der damaligen Residenz wider und sind als wertvolle Kulturgüter erhalten geblieben.

Das Highlight von Rakuzanen ist die harmonische Verbindung zwischen der hügeligen Topografie des Teiches und der umgebenden Natur. Durch die Gestaltung von Inseln wie 'Nakajima' und künstlichen Hügeln verändert sich die Perspektive bei jedem Schritt. Besucher können die rekonstruierte 'Ume-no-Chaya' und das 'Jukuma-Nagaya' besichtigen, um die Architektur der damaligen Zeit hautnah zu erleben. Im 'Jukuma-Nagaya' gibt es zudem ein detailgetreues 1/50-Maßstab-Diorama der ursprünglichen Obata-Residenz, das einen visuellen Einblick in die Größe und Struktur der historischen Residenz bietet.
Der Garten zeigt zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Im Frühling locken Kirschblüten (Yamazakura) und Pflaumenblüten, im Frühsommer besticht das satte Grün, während der Herbst mit leuchtender Herbstlaubfärbung begeistert. Im Winter herrscht eine friedliche Stille. Besonders empfehlenswert sind der Frühling und der Herbst, wenn die Farben der Berge und der Gartenpflanzen perfekt harmonieren. Bitte beachten Sie die saisonalen Öffnungszeiten: Von März bis Oktober ist der Garten bis 17:00 Uhr geöffnet (letzter Einlass 16:30 Uhr), von November bis Februar bis 16:00 Uhr (letzter Einlass 15:30 Uhr).

In Rakuzanen können Sie direkt in die traditionelle Teekultur eintauchen. In der 'Ryoun-tei' Teestube wird Matcha servet (die Zeiten variieren saisonal). Sie können die Matcha-Zeremonie zusammen mit saisonalen japanischen Süßigkeiten genießen, während Sie den Blick auf den Garten genießen. Für Gäste, die nicht auf dem Boden sitzen möchten, stehen spezielle Sitzkissen bereit. Zudem bieten Dioramen und Video-Explanationen eine tiefere, multimediale Vermittlung der historischen Strukturen.
In der Nähe des Gartens befinden sich weitere kulturelle Stätten wie die 'Nagaoka Masakichi Memorial Gallery'. Auch die 'Michi-no-Eki Kanra' ist in der Nähe und eignet sich hervorragend für eine Pause während der Reise. Die gesamte Region ist reich an Natur und eignet sich ideal für Wanderungen.
Obwohl die Wege gepflegt sind, gibt es Abschnitte mit Kies oder Steinstufen. Wir empfehlen festes, bequemes Schuhwerk. Für die Matcha-Zeremonie ist die genaue Zeitplanung saisonabhängig. Bitte beachten Sie, dass für die Matcha-Zeremonie (500 JPY) zusätzlich zur Eintrittsgebühr eine separate Zahlung erforderlich ist. Wir empfehlen, Bargeld (Münzen/Scheine) bereitzuhalten. Für Rollstuhlfahrer stehen zwei Rollstühle am Eingang zur Verfügung, und es gibt einen barrierefreien Zugang neben dem Mitteltor. Beachten Sie jedoch, dass die Bewegung in Kiesbereichen eingeschränkt sein kann.