
Guide
Owakudani ist eine explosive Kraterlandschaft, die vor etwa 3.000 Jahren durch eine Wasserdampfexplosion am Gipfel des Berg Kamiyama in Hakone entstand. Auch heute noch steigen ständig weiße Dampfwolken zusammen mit dem markanten Schwefelgeruch aus dem Boden auf, was die visuelle Kraft der vulkanischen Aktivität spürbar macht. Als eines der bekanntesten Wahrzeichen von Hakone bietet dieser Ort eine dramatische Topografie und die reine Schönheit der Natur. Ein absolutes Muss ist der Genuss der berühmten „Kuro-tamago“ (schwarze Eier), die durch die natürliche Hitze der heißen Quellen gegart werden und bei Besuchern äußerst beliebt sind.
Dieser Ort ist tief in der Geschichte der vulkanischen Aktivitäten von Hakone verwurzelt. Die durch die Eruption vor 3.000 Jahren geschaffene Landschaft ist ein kostbares Zeugnis der Naturgewalten. Inmitten dieser rauen Umgebung findet man auch spirituelle Bezüge, wie den Owakudani Enmei Jizo Son, der die tiefe Verbindung zwischen der Natur und dem Glauben der Menschen verdeutlicht. Diese Symbiose aus der strengen vulkanischen Umgebung und der tief verwurzelten Kultur verleiht Owakudani seine ganz besondere, mystische Atmosphäre.

Das markanteste Merkmal von Owakudani ist das Zusammenspiel aus aufsteigendem Dampf und der zerklüfteten, dunklen Felslandschaft. Die Fahrt mit der Hakone Ropeway bietet einen spektakulären Blick auf dieses Panorama, noch bevor man den Bahnhof erreicht. Ein besonderes Highlight ist der im April 2025 renovierte Bereich rund um die Owakudani-Station mit dem neuen „Chikyu no Tani“ (Tal der Erde). Hier können Besucher die geologischen Prozesse der Erde aus einer neuen Perspektive beobachten. Zudem ist das Essen der schwarzen Eier, die durch die vulkanische Hitze entstehen, ein unverzichtbares kulinarisches Erlebnis.
Owakudani kann das ganze Jahr über besucht werden, doch die Atmosphäre ändert sich mit den Jahreszeiten. An klaren Tagen entsteht ein beeindruckender Kontrast zwischen dem strahlend blauen Himmel, dem weißen Dampf und den umliegenden Bergen. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle: Je nach Sonnenstand verändern sich die Farben der Felsen und die Dichte des Dampfes, was dem Ort immer wieder ein neues Gesicht verleiht. Da die Region zu Nebel neigen kann, ist ein Besuch an einem sonnigen Tag besonders empfehlenswert, um die beste Sicht zu genießen.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der Naturbeobachtung und dem Genuss lokaler Spezialitäten. Über Wanderwege wie den Owakudani Naturforschungspfad können Sie die vulkanische Topografie aus nächster Nähe studieren. Das Probieren der schwarzen Eier, denen nachgesagt wird, das Leben zu verlängern, ist ein einzigartiges Erlebnis. In den neu gestalteten Bereichen können Sie zudem moderne Ausstellungen und Aussichtspunkte entdecken, die die Energie der Erde thematisieren.
Owakudani ist ein zentraler Knotenpunkt für die Erkundung von Hakone. Von hier aus können Sie mit der Hakone Ropeway bequem in Richtung Motohakone-ko oder Gora reisen. In der näheren Umgebung finden sich zudem malerische Parks, historische Schreine und gemütliche Cafés, die eine perfekte Basis für eine Rundreise durch die Berge von Hakone bilden.
Da Owadudani ein aktives vulkanisches Gebiet ist, können die Wege uneben oder steinig sein. Wir empfehlen dringend festes, bequemes Schuhwerk. Bitte beachten Sie, dass der Schwefelgeruch recht intensiv sein kann, was für sensible Personen eine Herausung darstellen kann. Zahlungen vor Ort sind mit Bargeld oder gängigen Kreditkarten (Visa, MasterCard etc.) möglich. Es gibt englischsprachige Hinweisschilder, dennoch ist es ratsam, sich vorab über Details zu informieren. Das Fotografieren der Landschaft ist erlaubt, jedoch ist das Betreten von Sperrzonen aus Sicherheitsgründen strengstens untersagt.