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Der Oshno Hakkai Sengen-jinja (auch bekannt als Oshno Kusari Sengen-jinja) befindet sich im westlichen Teil des Dorfes Oshino in der Präfektur Yamanashi und blickt auf eine tiefe Geschichte zurück. Die Gründung wird auf das Jahr 807 (Daido 2) datiert, womit der Schrein eine beeindruckende Geschichte von etwa 1200 Jahren umfasst. Umgeben von der reichen Natur am Fuße des Berges Fuji, beherbergt das Gelände nationale Kulturschätze wie die Statuen der Drei Gottheiten sowie prachtvolle, als Naturdenkmale ausgewiesene Bäume. Die harmonische Verbindung von historischen Bauwerken und lebendiger Natur schafft einen Ort der Stille und Erhabenheit.
Die Gründung des Schreins geht auf die Ära des Kaisers Heizei (807 n. Chr.) zurück. Der Schrein wurde im Jahr 1186 (Bunji 2) neu errichtet und diente seit jeher als spiritueller Schutzort der Region. Eine besondere historische Verbindung besteht zu Minamoto no Yoritomo, der das Gebiet während einer Jagd am Fuße des Fuji als heiligen Boden erhielt. In der Folgezeit wurden durch Persönlichkeiten wie Wada Yoshimori und Hatakeyama Shigekatsu das Shinto-Tor und die Kongō Rikishi-Statuen errichtet, um für militärischen Erfolg und langes Leben zu beten. Das Hauptgebäude (Honden) im Hinoki-Kabuki-Stil ist ein wichtiges kulturelles Erbe, das die Geschichte der Region lebendig hält.

Ein absolutes Highlight ist die Statue der „Drei Gottheiten“ (Sanjin-zo) im Hauptgebäude. Diese stellt die Gottheiten Konohanasakuya-hime, Takagai und Inukai dar, die aus einem einzigen Stück Hinoki-Holz geschnitzt wurden. Die Statuen werden der Bildhauer Seizon aus der Provinz Tango (ca. 1315) zugeschrieben und sind als nationales Kulturgut von unschätzbarem Wert. Zudem beeindruckt die Gruppe der Yew-Bäume (Taxus), die über 20 Meter hoch sind und als Präfektur-Naturdenkmal gelten. Ein weiterer imposanter Anblick ist die über 37 Meter hohe Keja-Zeder (Große Japanische Zeder), die als wichtiges lokales Kulturgut geschützt wird.
Der Schrein bietet das ganze Jahr über wunderschöne Anblicke. Im Frühling und Sommer können Sie die spirituelle Ruhe inmitten üppigen Grüns genießen. Im Herbst verwandelt sich die Szenerie: Die große Keja-Zeder leuchtet in kräftigen Orange-Tönen, und die Yew-Bäume tragen leuchtend rote Früchte. Für die besten Fotomomente empfiehlt sich die helle Tageszeit, wenn die Farben der Natur am intensivsten wirken. Wer die tiefe Stille und die heilige Atmosphäre sucht, sollte den frühen Morgen für einen Besuch wählen.
Besucher können hier die traditionelle japanische Schreinarchitektur und die tiefe Naturverehrung hautnah erleben. Die Beobachtung der feinen Schnitzkunst der Drei-Gottheiten-Statuen bietet einen tiefen Einblick in die japanische Ästhetik. Zudem ist die Erkundung der Flora am Fuße des Fuji, wie der monumentalen Bäume, ein besonderes Erlebnis. Gelegentlich finden auch traditionelle Zeremonien wie der Oshno Kusari Shishi-Mai (Löwentanz) statt, die die lokale Kultur lebendig halten.
Der Schrein liegt in der berühmten Region Oshno Hakkai, die für ihre kristallklaren Quellen und die zahlreichen Seen bekannt ist. Eine Kombination aus dem Besuch des Schreins und einem Spaziergang durch die Oshno Hakkai Seenlandschaft ermöglicht ein ganzheitliches Erlebnis von Natur und Kultur. Die Region ist zudem ein beliebtes Ziel für Roadtrips am Fuße des Berges Fuji mit zahlreichen Cafés und Restaurants in der Nähe.
Beim Besuch wird um einen respektvollen Umgang mit dem heiligen Ort gebeten. Wir empfehlen angemessene Kleidung (nicht zu freizügig) und bequemes Schuhwerk für die Wege im Gelände. Bitte beachten Sie, dass das Pflücken von Pflanzen oder das Beschädigen der Natur streng untersagt ist. Ein wichtiger Hinweis: Die Früchte der Yew-Bäume können giftig sein, daher sollten Sie besonders bei Besuchen mit Kindern vorsichtig sein.