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Okubo-dera

Guide

Okubo-dera

9 Min. Lesezeit

Übersicht und Reiz

Okubo-dera ist ein Tempel der Shingon-Schule in der Stadt Sanuki, Präfektur Kagawa. Als der 88. Tempel bildet er den feierlichen Abschluss der berühmten Shikoku 88-Tempel-Pilgerreise und spielt eine entscheidende Rolle beim Erreichen des Ziels, dem sogenannten „Kechi-gan“ (dem Abschluss der Pilgerreise). Die Hauptgottheit ist Yakushi Nyorai, der Yakushi Buddha (Heilbringer der Heilung). Der Tempel ist auch als „Frauen-Koyasan“ bekannt, da er historisch gesehen ein Ort war, der Frauen den Zugang zur spirituellen Praxis sehr offen ermöglichte. Zudem erlangte der Ort Bekanntheit als Drehort für den Film „Road 88“, was seine kulturelle Bedeutung unterstreicht.

Geschichte und kultureller Hintergrund

Die Geschichte von Okubo-dera reicht bis in die Nara-Zeit (717–724 n. Chr.) zurück. Es wird überliefert, dass der Mönch Gyoki diesen Ort besuchte und die Grundsteinlegung für die spirituelle Praxis vollzog. Später praktizierte der große Meister Kūkai (Kobo Daishi) in der Höhle des Okunoin-Schreins. Der Name „Okubo“ soll mit der Überlieferung zusammenhängen, dass er einen Stab an diesem Ort niederlegte. Der Tempel beherbergt zahlreiche historische Gebäude und Steinsetzungen aus dem 19. Jahrhundert sowie wertvolle Kulturgüter wie die hölzerne Statue des Yakushi Nyorai und den imposanten, über 26 Meter hohen Ginkgo-Baum, der die Zeit überdauert hat.

Okubo-dera 1

Die wichtigsten Highlights

Beim Besuch von Okubo-dera gibt es viele spirituelle Schätze zu entdecken. Nach dem Durchschreiten des Niten-Mon-Tors eröffnet sich der Blick auf die Haupthalle, die eine tiefe Ehrfurcht gebietet. Ein besonderes Erlebnis bietet die Daishi-do-Halle: Unter der Halle kann man das „Suna-fumi“ (das Betreten von heiligem Sand) praktizieren, das die Essenzen aller 88 Tempel der Shikoku-Reise vereint. Im Okuden (Pagode) wird die Hauptgottheid zusammen mit den Bodhisattvas Nikko und Gekko verehrt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Weg zum Okunoin, wo Kūkai meditierte, sowie das Denkmal für den Abschluss der Pilgerreise und die „Hojo-do“-Halle, in der viele Pilgerstäbe (Kongozue) als Opfergaben aufgestellt wurden.

Empfehlungen nach Jahreszeit und Tageszeit

Okubo-dera zeigt sich in jeder Jahreszeit von seiner besten Seite. Besonders die markanten Ginkgo-Bäume und die Sasanqua-Sträucher verleihen dem Gelände eine besondere Atmosphäre. Da der Tempel auf etwa 450 m Höhe liegt, sollte man im Winter mit möglichem Schneefall rechnen. Ein Besuch in den frühen Morgenstunden ist besonders empfehlenswert, um die kühle, klare Luft und die vollkommene Stille vor der täglichen Pilgerbewegung zu genießen. Da das Gelände naturnah gestaltet ist, eignet sich die Tageslichtzeit ideal für ausgiebige Spaziergänge.

Okubo-dera 2

Erlebnisse und Aktivitäten

Besucher können die tiefe spirituelle Atmosphäre des „Kechi-gan“ erleben. An der Stempelstelle (Naisyo-sho) können Sie einen Tempelstempel (Nokyo) für Ihre Pilgerreise erhalten, um die Vollendung Ihrer Reise zu dokumentieren. Das Betreten des heiligen Sandes in der Daishi-do-Halle ist eine einzigartige kulturelle Erfahrung. Zudem ist es möglich, ein offizielles Zertifikat (Kechi-gan-Shou) zu erhalten, das den erfolgreichen Abschluss Ihrer Shikoku-Pilgerreise bescheinigt.

Umgebung

Die Umgebung von Okubo-dera ist geprägt von der natürlichen Schönheit der Yama-Hazu-Berge (788 m). Der Weg zum Okunoin führt durch eine harmonische Naturlandschaft. In der Nähe gibt es auch Orte wie die „Ichiya-an“, die die Geschichte der Pilgerwege lebendig halten. Die Anreise erfolgt meist mit dem Auto, was es ermöglicht, die malerische Landschaft der Region Kagawa während der Fahrt zu genießen.

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Kleidung, Etikette und Hinweise

Bitte tragen Sie beim Besuch angemessene, dezente Kleidung. Da der Tempel über Steintreppen und leichte Steigungen verfügt, sind bequeme Wanderschuhe oder feste Schuhe sehr zu empfehlen. Respektieren Sie die Stille und die religiösen Bräuche. Für Spenden oder den Erwerb von Tempelstempeln ist Bargeld (Japanische Yen) erforderlich. Beachten Sie zudem, dass das Fotografieren im Inneren der Haupthalle oft nicht gestattet ist. Da der Weg teilweise uneben ist, ist beim Gehen Vorsicht geboten.