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Das Ohara Museum of Art wurde 1930 als Japans erstes privates Museum gegründet, das sich auf westliche Kunst konzentriert. Es wurde vom Geschäftsmann Magosaburo Ohara zum Gedenken an den Maler Kojiro Kojima ins Leben gerufen. Die Sammlung ist beeindruckend vielfältig und umfasst Werke von der westlichen Moderne bis hin zu klassischer östlicher Kunst sowie Objekten aus der Mingei-Bewegung (Volkskunst). Das Museum besteht aus verschiedenen Gebäuden wie dem Hauptgebäude, dem Kunsthandwerk- und Ostasiatischen Gebäude sowie dem Kojiro Kojima Memorial, die jeweils spezifische Kunstrichtungen präsentieren.
Die Gründung des Museums geht auf die Vision von Magosaburo Ohara zurück, der in Kurashiki ansässig war. Er bewunderte das Talent und die künstlerische Haltung seines Freundes, des Malers Kojiro Kojima, und gründete das Museum, um dessen Geist zu bewahren. Kojima widmete sich intensiv der Verschmelzung orientalischer Sensibilität mit der Essenz westlicher Kunst während seiner Zeit in Europa. Die daraus resultierende Sammlung bildet heute das Herzstück des Museums. Seit der Gründung hat das Museum kontinuierlich bedeutende Werke der japanischen Moderne sowie globale Kunstströmungen und die Mingei-Bewegung gesammelt.

Die Ausstellungen sind auf verschiedene Bereiche verteilt: Das Hauptgebäude beherbergt weltberühmte Werke der westlichen Kunst und lässt die Entwicklung der Kunstgeschichte nachvollziehen. Im Kunsthandwerk- und Ostasiatischen Gebäude finden Sie neben klassischer östlicher Kunst, wie Keramik und Drucken, auch Werke bedeutender Vertreter der Mingei-Bewegung wie Shoji Hamada und Bernard Leach. Das Kojiro Kojima Memorial bietet zudem einen faszinierenden Einblick in die Kunst des alten Ägyptens und Westasiens sowie in die Malerei von Kojiro Kojima selbst, was eine multidimensionale Perspektive auf die Kunstgeschichte ermöglicht.
Die regulären Öffnungszeiten sind von 09:00 bis 17:00 Uhr. Da sich die Ausstellungen und die Betriebsweise je nach Tag ändern können, wird eine vorherige Prüfung empfohlen. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, an einer „Morning Tour“ teilzunehmen. Dabei können Besucher das Hauptgebäude vor der regulären Öffnungszeit gemeinsam mit einem Experten besichtigen und die Werke in der morgendlichen Stille des Museums in Ruhe auf sich wirken lassen.

Neben der reinen Betrachtung der Kunstwerke bietet das Museum auch Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene an. Zudem finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte statt, die die Grenzen zwischen bildender Kunst und Musik aufbrechen. Ein praktisches Detail ist das Ticket-System: Mit den Stempeln auf den Tickets können Besucher flexibel zwischen den verschiedenen Gebäuden wechseln. Das System ist so gestaltet, dass man die Kunst auch zeitlich versetzt oder über mehrere Besuche hinweg intensiv erleben kann.
Im Museum wird ein ruhiges Umfeld vorausgesetzt, um die Konzentration aller Besucher zu gewährleisten. Bitte achten Sie auf die Anweisungen des Personals bezüglich Fotografie-Verboten in bestimmten Bereichen, um die empfindlichen Exponate zu schützen. Das Museum ist barrierefrei gestaltet und bietet spezielle Routen für Rollstuhlfahrer an. Wir bitten Sie, beim Bewegen durch die Räumlichkeiten Rücksicht auf andere Gäste zu nehmen.

Die unmittelbare Umgebung des Museums ist geprägt von der historischen Bikan-Distrikt mit seinen charmanten Kanälen und traditionellen Gebäuden. Ein Spaziergang durch diese malerische Stadtlandschaft nach dem Museumsbesuch ist der perfekte Abschluss für Ihren kulturellen Tag in Kurashiki.