
Guide
Obako liegt in der Sounkyo-Region im Bezirk Kamikawa auf Hokkaido. Der Ort befindet sich etwa 6 km von der Sounkyo Onsen in Richtung Kitami und offenbart seine Pracht unmittelbar nach der Durchfahrt durch den Shin-Obako-Tunnel. Die Topografie ist geprägt durch das sogenannte „Hako“-Design (Kastenform), bei dem die steilen Ufer des Flusses wie eine natürliche Box wirken. Vor Ihren Augen erheben sich gigantische, vertikale Felswände, die wie monumentale Sichtschirme die Kraft der Natur demonstrieren.
Die Landschaft wurde durch den Ausbruch des Daisetszan-Vulkans (Ohabira) vor etwa 30.000 Jahren geformt. Die heiße Lava kühlte über Jahrtausende hinweg langsam ab, wodurch die charakteristischen Säulenstrukturen (Columnar Jointing) entstanden. Diese geologischen Formationen sind das Ergebnis gewaltiger vulkanischer Energie und machen den Ort zu einem geologischen Geschichtsbuch.

Das Highlight sind die perfekt geordneten Säulenstrukturen der Felswände. Die Textur der Felsen in Weiß-, Grau- und Brauntönen bildet einen dramatischen Kontrast zum umliegenden grünen Wald und dem fließenden Fluss. Ob als Fotomotiv oder zur reinen Naturbeobachtung – die Dynamik der Landschaft ist einzigartig.
Obako ist ganzjährig ein Besuch wert. Im Frühling und Sommer besticht die Szenerie durch das satte Grün der Wälder und das klare Wasser. Im Herbst verwandelt sich die Umgebung in ein buntes Farbenmeer, das die Felsstrukturen perfekt in Szene setzt. Im Winter, wenn die Region um Sounkyo für das Eisfestival bekannt ist, bietet auch die schneebedeckte, frostige Landschaft einen magischen Anblick.

Ein Spaziergang oder eine Autofahrt durch diese Gegend bietet unvergessliche Ausblicke. Da der Ort direkt am Shin-Obako-Tunnel liegt, lässt er sich ideal in eine Rundreise integrieren. Fotografie ist sehr beliebt, um die geologischen Formationen festzuhalten. Wichtiger Sicherheitshinweis: Das Betreten des Koko-Wanderwegs ist aufgrund der Gefahr von Steinschlägen strengstens untersagt.
In der Nähe finden Sie die berühmten Sounkyo Onsen sowie die Wasserfälle Ginga und Ryusei. Da das Gebiet Teil des Daisetsuzan-Nationalparks ist, ist die Natur hier besonders unberührt und geschützt.