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Nonomiya Jinja befindet sich in Sagano, im Bezirk Ukyo-ku von Kyoto. Der Schrein hat eine tiefe historische Bedeutung: Er wurde einst als Ort der Reinigung für die 'Saio' (eine Prinzessin, die im Namen des Kaisers dem Ise-Schrein diente) errichtet, bevor sie nach Ise aufbrach. Die Architektur besticht durch den 'Kuroki Torii' (ein Tor aus ungeschältem Holz) und die 'Koshibagaki' (Zäune aus Zweigen), die die reine und ursprüngliche Atmosphäre der alten Zeit bewahren. Heute ist der Schrein ein beliebter Ort für Besucher, die um Glück in der Liebe, Kindersegen oder akademischen Erfolg beten.
Die Geschichte des Schreins ist eng mit dem Saio-System verknüpft. Die Saio waren unverheiratete Prinzessinnen, die sich vor ihrem Dienst am Ise-Schrein reinigten. Schon zur Zeit der Saga-Dynastie wurde dieser Ort für diese heiligen Rituale genutzt. Auch in der klassischen japanischen Literatur, insbesondere im 'Genji Monogatari' (Das Kommende Kapitel 'Kakishige'), wird die Szenerie dieses Ortes beschrieben, was ihn zu einem wichtigen kulturellen Schauplatz macht.

Ein besonderes Merkmal ist die Verwendung natürlicher Materialien. Das Kuroki Torii besteht aus ungeschältem Holz der Eiche aus der Präfektur Tokushima. Ein weiteres Highlight ist der wunderschöne Moosgarten, der je nach Jahreszeit in verschiedenen Grüntönen erstrahlt. Ein spirituelles Highlight ist der 'O-kame-ishi' Stein. Es heißt, dass Wünsche in Erfüllung gehen, wenn man diesen Stein streichelt. Zudem bietet der Schrein durch die Bepflanzung mit Ahorn, Kamelien und Rhododendren eine malerische Kulisse.
Nonomiya Jinja zeigt sich zu jeder Jahreszeit von seiner besten Seite. Im Frühling locken Kamelien und frisches Grün, während der Herbst mit dem leuchtenden Ahorn (Momiji) in Arashiyama ein absolutes Highlight ist. Ein besonderes Ereignis ist der 'Saio-Umzug' am dritten Sonntag im Oktober, bei dem historische Prozessionen nachgestellt werden. Um die friedliche Atmosphäre ohne große Menschenmassen zu genießen, empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen.

Besucher können hier nicht nur die Natur genießen, sondern auch traditionelle Rituale praktizieren, wie das Berühren des O-kame-ishi Steins für Glück. Es gibt auch Informationstafeln, die den Bezug zur Literatur des Genji Monogatari erklären. Ein Spaziergang durch den Schrein lässt sich ideal mit einem Besuch des nahegelegenen Bambushains von Arashiyama verbinden.
Der Schrein liegt direkt auf der touristischen Route von Arashiyama. Sehenswürdigkeiten wie die Togetsukyo-Brücke, der Bambushain und der Tenryu-ji Tempel sind fußläufig erreichbar, was Nonomiya Jinja zu einem unverzichtbaren Stopp für einen Rundgang durch Sagano macht.

Tragen Sie bequeme Schuhe, da der Boden teilweise natürlich und uneben ist. Für Spenden (Saisen) oder den Kauf von Amuletten sollten Sie japanische Münzen bereithalten. Bitte achten Sie auf die Etikette und die Ruhe im Schrein. Da es sich um einen heiligen Ort handelt, beachten Sie bitte die Aufsteller bezüglich der Fotografie.