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Die ehemalige Ziegelmanufaktur der Nihon Renga Seizo Kabushiki Kaisha in Kamishimomi, Fukaya (Präfektur Saitama), ist ein bedeutendes Industriedenkmal der Meiji-Zeit. Die Anlage wurde 1887 von Pionieren wie Eiichi Shibusawa gegründet und ist heute als national wichtiges Kulturgut eingestuft. Zu den beeindruckenden Überresten gehören der gigantische Hoffmann-Ringofen Nr. 6, das ehemalige Büro (heute ein Ziegelmuseum), das alte Transformatorhaus sowie die Bizen-Kyo-Eisenbahnbrücke, die einst den Transport der Ziegel ermöglichte. Diese Ziegel bildeten das Fundament für ikonische japanische Bauwerke wie den Marunouchi-Bahnhof in Tokio oder das alte Gebäude der Bank of Japan.
Um die Modernisierung Japans voranzutreiben, lud die Meiji-Regierung deutsche Architekten wie Wilhelm Beckman und Hermann Ende ein. Auf deren Anraten gründeten Eiichi Shibusawa und andere die Nihon Renga Seizo Kabushiki Kaisha, um die erste mechanisierte Ziegelproduktion Japans zu etablieren. Unter der Leitung des deutschen Ingenieurs Ciese begann der Betrieb 1887. Die hier produzierten Ziegel sind Symbole der japanischen Moderne. Aufgrund ihres immensen historischen Wertes wurde die Anlage 1997 als national wichtiges Kulturgut anerkannt.

Das Herzstück der Anlage ist der Hoffmann-Ringofen Nr. 6 mit einer Länge von 56,5 m und einer Breite von 20 m – einer der größten seiner Art in Japan. Ein weiteres wichtiges Monument ist die Bizen-Kyo-Eisenbahnbrücke, die die Geschichte des spezialisierten Schienentransports dokumentiert. Da die Anlage derzeit umfassend restauriert wird, ist der Zugang zum Inneren beschränkt, doch die monumentale Struktur und die Textur der roten Ziegel lassen sich auch von außen eindrucksvoll beobachten.
Da sich das Gelände derzeit in der Phase der Konservierung und Restaurierung befindet, steht das Beobachten des Fortschritts im Vordergrund. Der Hoffmann-Ringofen soll voraussichtlich bis zum Jahr 2027 (Reiwa 9) für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Nach Abschluss der Arbeiten sind moderne Erlebnisse wie Projektionsmappings, mehrsprachige digitale Führungen sowie Gastronomiebereiche innerhalb des Ofens geplant. An sonnigen Tagen bietet der Kontrast zwischen dem tiefen Rot der Ziegel und dem blauen Himmel ein besonders schönes Fotomotiv.
Aufgrund der laufenden Restaurierungsarbeiten sind Besichtigungen im Inneren derzeit nicht möglich. Sie können jedoch die historische Umgebung in der Nähe der Anlage wunderbar zu Fuß erkunden. Zukünftige Highlights werden digitale Kunstinstallationen und Workshops sein. Für Liebhaber lokaler Traditionen: Die Stempel der „Gurutto Fukaya“-Stempelkarte können in der Nähe der Ogori-Bürgerhalle abgeholt werden.
Die Region um Fukaya ist tief mit dem Erbe von Eiichi Shibusawa verwurzelt. Ein Besuch der Anlage in Kombination mit anderen historischen Orten in der Stadt ermöglicht ein tieferes Verständnis der japanischen Modernisierung. Die Region dient als lebendiges Freilichtmuseum für die Erforschung der Industriegeschichte.
Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise während der Restaurierungsphase: