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Die Narusawa Yogan Jukei (Lava-Baum-Formationen) befinden sich in der Gemeinde Narusawa in der Präfektur Yamanashi und sind ein wertvolles Naturerbe, das als nationales besonderes Naturdenkmal Japans geschützt ist. Die Formationen entstanden, als Lavaströme Waldgebiete verschlangen und die Bäume durch die Hitze und Gase verbrannten, wodurch die charakteristischen Hohlräume in der erstarrten Lava zurückblieben. Dieses Phänomen ist ein direktes Ergebnis der gewaltigen vulkanischen Aktivitäten des Fuji und gilt als äußerst selten.
Hinter dieser Landschaft steht die gewaltige Eruption des Jodai-Vulkans im Jahr 864 (frühe Heian-Zeit). Während dieser Zeit floss enorme Mengen an Lava den nordwestlichen Hang des Fuji hinunter und verschlang die umliegenden Wälder. Die Bäume wurden durch die Hitze und die Gase im Inneren zerstört, während die äußere Struktur der Lava die Form der Stämme bewahrte. Aufgrund ihres hohen wissenschaftlichen Wertes wurde das Gebiet 1929 als Naturdenkmal und 1952 als „Besonderes Nationales Naturdenkmal“ eingestuft und wird bis heute streng geschützt.

Das Highlight sind die hohlraumartigen Strukturen, die die Form der Bäume nachahmen. Besonders die „Nummer 11“-Formation ist geologisch bedeutsam: Untersuchungen aus dem Jahr 1993 zeigten, dass es sich um einen „Lava-Spirakel“ handelt – ein Phänomen, bei dem Wasserdampf und Gasdruck die Lava zur Explosion brachten. Dies ist ein weltweit seltenes Phänment. Von den durch Ketten geschützten Bereichen aus können Besucher den Prozess visuell nachvollziehen, wie die Lava die Bäume umschloss und deren Form konservierte.
Da es sich um ein im Freien gelegenes Naturdenkmal handelt, verändert sich die Szenerie mit den Jahreszeiten. Von Frühling bis Sommer bietet der Kontrast zwischen der dunklen Lava und dem satten Grün der Umgebung ein schönes Fotomotiv. Im Herbst unterstreicht die herbstliche Laubfärbung die natürliche Ästhetik. Für Fotografen empfiehlt sich die helle Tageszeit, um die Tiefe der Hohlräume und die Textur der Lava optimal einzufangen.
Besucher können die geologischen Spuren der Erdgeschichte hautnah erleben. Das Beobachten der Silhouetten der Bäume innerhalb der Lava und das Verständnis der vulkanischen Prozesse am Fuße des Fuji ist eine lehrreiche Erfahrung. Die Umgebung lädt dazu ein, die vulkanische Topografie durch alle Sinne zu erforschen.
Die Narusawa Yogan Jukei liegen direkt an der Nationalstraße 139, die Fujiyoshida mit dem Motosuko-See verbindt, und sind daher sehr leicht zu erreichen. In der Nähe befinden sich weitere beeindruckende Naturdenkmale wie die „Fugaku Windhöhle“ (Fugaku Fūketsu) und die „Narusawa Eishöhle“ (Narusawa Hyōketsu), die ebenfalls durch Lavaströme geformt wurden. Ein Rundtrip durch diese Orte bietet ein tiefes Verständnis der vulkanischen Landschaft des Fuji.
Da Sie sich in einem natürlichen Gelände bewegen, wird festes, bequemes Schuhwerk empfohlen. Da es sich um ein geschütztes Naturdenkmal handelt, ist es streng untersagt, die Absperrungen oder Ketten zu berühren oder das Gelände zu betreten. Bitte achten Sie darauf, keinen Müll zu hinterlassen, um die Natur zu bewahren.