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Nariwa Museum

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Nariwa Museum

9 Min. Lesezeit

Übersicht und Highlights

Das Nariwa Museum (Nariwa Museum) in der Stadt Takahashi, Präfektur Okayama, ist ein einzigartiges Kulturzentrum, das die Funktionen eines Kunstmuseums und eines Naturhistorischen Museums vereint. Das herausragendste Merkmal ist das Gebäude selbst, das von dem weltberühmten Architekten Tadao Ando entworfen wurde. Das Museum wurde auf den historischen Steinmauern der Nariwa-Jin'ya-Ruinen (dem ehemaligen Sitz der Yamasaki-Familie) errichtet, wodurch eine meisterhafte Verbindung zwischen historischer Kulisse und moderner Architektur entsteht. Die Ausstellungen bieten eine vielfältige Mischung aus Kunst und Wissenschaft: von den Werken des Malers Kojiro Kojima, der maßgeblich zur Sammlung des Ohara Museums beitrug, über die von ihm gesammelten altägyptischen Kunstwerke bis hin zu den ältesten Pflanzenfossilien Japans, die direkt in dieser Region entdeckt wurden.

Historischer Hintergrund

Die Geschichte des Museums begann 1953 als „Nariwa-Stadtmuseum“, um das Erbe des in der Präfektur Okayama geborenen Malers Kojiro Kojima zu ehren. Das heutige Gebäude wurde 1994 fertiggestellt und ist ein Entwurf von Tadao Ando. Durch die Platzierung auf den historischen Steinmauern fungiert das Gebäude als Brücke zwischen der Bewahrung des regionalen Erbes und der Präsentation moderner Kunst. Im Jahr 2009 wurde der Name offiziell in „Nariwa Museum der Stadt Takahashi“ geändert.

Die wichtigsten Ausstellungsbereiche

Die Ausstellungsräume sind in drei thematische Bereiche unterteilt, die jeweils eine ganz eigene Faszination ausüben:

1. Kojiro Kojima Gemäldesaal: Hier finden Sie bedeutende Ölgemälde wie „Schulweg“ oder „Violette und das Mädchen“ sowie Skizzen und handgefertigte Möbel. Auch Werke anderer Künstler wie Nobuo Tokunaga und Kijiro Ota zeigen das hohe künstlerische Niveau der damaligen Zeit.

2. Orient-Ausstellung: Dieser Bereich widmet sich den altägyptischen Kunstwerken, die Kojiro Kojima während seiner Reisen gesammelt hat. Begleitende Informationstafeln ermöglichen ein tieferes Verständnis der ägyptischen Geschichte und Kultur.

3. Fossilien-Ausstellung: Hier werden die ältesten Pflanzenfossilien Japans präsentiert, die aus der Nariwa-Schicht stammen. Die Sammlung umfasst etwa 100 Arten und hunderte von Stücken, darunter über 30 Arten, die weltweit als neu klassifiziert wurden, was dem Museum einen hohen wissenschaftlichen Stellenwert verleiht.

Empfehlungen nach Jahreszeit und Tageszeit

Da das Museum in einer naturbelassenen Umgebung liegt, ist der Wechsel der Jahreszeiten ein besonderes Erlebnis. Besonders im Frühling und Herbst harmonieren die Architektur und die umliegende Natur auf besonders ästhetische Weise. Nach dem Besuch der Ausstellungen empfiehlt sich eine Pause im hauseigenen Museumscafé.

Erlebnis und Aktivitäten

Das Museum ist nicht nur ein Ort der Betrachtung, sondern ein architektonisches Erlebnis. Das Spiel von Licht und Schatten, das durch Tadaos Entwurf geschaffen wird, sowie die markante Struktur auf den historischen Steinmauern machen den Besuch zu einer sensorischen Reise. Im Museumsshop können zudem thematisch passende Souvenirs erworast.

Umgebung

Die Region Nariwa ist geprägt von Stille, historischen Steinmauern und unberührter Natur. In der Nähe befinden sich historische Stätten wie die Nariwa-Jin'ya-Ruinen, die zu einem entspannten Spaziergang durch die Geschichte einladen.

Hinweise für Besucher

Um die wertvollen Exponate und die Atmosphäre zu schützen, bitten wir um Beachtung folgender Punkte:

  • *Zahlung**: Im Café und Shop können neben Bargeld auch Kreditkarten und gängige IC-Karten (Contactless) genutzt werden.
  • *Sprache**: Es gibt teilweise englische Beschriftungen, die detaillierte Erklärungen sind jedoch oft auf Japanisch.
  • *Reservierung**: Ein Besuch ist ohne Voranmeldung möglich.
  • *Kleidung & Komfort**: Da das Gebäude auf historischen Strukturen basiert, sind bequeme Schuhtypen für die Wege innerhalb der Architektur empfehlenswert.
  • *Fotografie**: In bestimmten Bereichen ist das Fotografieren untersagt. Bitte achten Sie auf die entsprechenden Hinweisschilder.
  • *Barrierefreiheit**: Trotz moderner Ausstattung kann es aufgrund der historischen Lage vereinzelt zu Stufen kommen.