
Guide
Nanakatsudo Park liegt in den Vororten von Mito in der Präfekten Ibaraki und wurde unter bewusster Nutzung der natürlichen Umgebung angelegt. Das herausragende Merkmal ist der authentische „englische Landschaftsgarten“, der von einem britischen Landschaftsplaner entworfen und mit importierten britischen Baumaterialien errichtet wurde. Im Park finden sich zahlreiche Pavillons und Follies (Scheinarchitekturen), die das britische Landschaftsbild imitieren und eine harmonische Verbindung zwischen Natur und menschlicher Gestaltung schaffen.
Der Park ist in zwei Bereiche unterteilt: Bereich A, der das Zentrum um das kreisförmige Blumenbeet „Geheimer Garten“ (Himitsu no Kaen) bildet, und Bereich B, der aus fünf Dämmen und Teichen besteht. Der Park erlangte internationale Aufmerksamkeit als Drehort für den Film „Thermae Romae“, da die Architektur und die Landschaft eine Atmosphäre schaffen, die an das antike Rom erinnert.
Die Entwicklung des Parks begann 1987 im Rahmen des Projekts zur Förderung lokaler Wälder. 1989 wurde das Gebiet vom Umweltamt als „Heimat für lokale Arten und Lebensräume“ ausgezeichnet, was die Bedeutung des Erhalts des Ökosystems unterstreicht. Der Name „Nanakatsudo“ leitet sich von den historischen Grabhügeln der Gongenyama-Höhlengruppe ab, in der einst sieben Gräber existierten.
Obwohl der Park durch das Erdbeben von 2011 vor Herausforderungen stand, wird die Landschaft heute wieder in vollem Glanz präsentiert. Der Film „Thermae Romae“ trug maßgeblich dazu bei, das Interesse an diesem besonderen Ort zu wecken.

Besonders sehenswert ist der „Geheime Garten“ mit seinem kreisförmigen Blumenbeet. Die im Park verteilten Pavillons und Follies wurden unter Verwendung von Stein und Ziegeln aus Großbritannien errichtet, was einen einzigartigen westlichen Akzent in die japanische Natur setzt. Auch die Wasserlandschaften mit den Dämmen und dem Bereich „Serpentine“ bieten malerische Ausblicke. Der Park ist zudem ein wichtiger Lebensraum für Glühwürmchen (Genji- und Heike-Yurika) und zahlreiche Libellenarten.
Der Park zeigt sich zu jeder Jahreszeit von einer anderen Seite. Im Frühling ist das Blumenmeer im „Geheimen Garten“ ein Highlight. Die dichten Wälder bieten zudem das ganze Jahr über Erholung. Für Spaziergänge empfehlen wir die hellen Tagesstunden. Da die Beleuchtung zur Schonung der Natur bei Nacht minimal ist, ist der Park nach Sonnenuntergang sehr dunkel. Besonders in der Nähe der Dämme ist Vorsicht gebatet; wer abends wandert, sollte unbedingt eine Taschenlampe mitführen.

Der Park eignet sich hervorragend für Naturbeobachtungen und Waldspaziergänge auf Holzstegen und Pfaden. In der Umgebung befinden sich zudem landwirtschaftliche Forschungszentren. Die Anreise mit dem Auto ist über die Autobahnen Mito Kita Smart IC oder Naka IC sehr komfortabel.
Da der Park ein natürliches Gelände mit vielen Treppen, Steigungen und unbefestigten Wegen ist, wird das Tragen von festem Schuhwerk dringend empfohlen.