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Das Nanachido Hadakamairi ist ein tief verwurzeltes traditionelles Ritual, das jedes Jahr am Abend des 7. Januars im Enzoji-Tempel (Fukumitsu Kukozō Bosatsu Enzō-ji) in der Stadt Yanagawa, Präfektur Fukushima, stattfindet. In der klirrenden Kälte der Winternacht versammeln sich Männer in traditioneller Fundoshi-Kleidung (Lendentuch), um für Gesundheit und ein glückliches Jahr zu beten. Das Zusammenspiel aus den lodernden Scheinwerfern der Feuer und dem fallenden Schnee schafft eine mystische Atmosphäre, die die historische Bedeutung dieses regionalen Ritus unterstreicht.
Die Ursprüniel des Festes liegt in einer Legende, nach der die Teilnehmer den Geist eines Drachen vertrieben, der einst im Tadami-Fluss hauste. Aus diesem Grund ist das Ritual eng mit dem Wunsch nach Schutz vor Krankheiten und dem Erlangen von Glück verbunden. Es handelt sich um ein wichtiges religiöses Ereignis am Enzō-ji Tempel, das über Generationen hinweg als Teil des spirituellen Erbes der Region bewahrt wurde.
Das Herzstück des Rituals ist der Moment, in dem die Männer in Fundoshi-Kleidung die Hanawa-Seile am Hauptgebäude des Enzō-ji-Tempels erklimmen. Die Kraft und Entschlossenheit der Teilnehmer, die im Schein der lodernden Feuer sichtbar werden, sind absolut beeindruckend. Das Ereignis beginnt offiziell mit dem Klang der ersten Tempelglocke, die den Übergang in den rituellen Teil markiert. Die Kombination aus den Elementen Feuer, Schnee und der traditionellen Kleidung macht dieses Spektakel zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis.
Die Zeremonie findet ausschließlich am Abend des 7. Januars statt und beginnt gegen 20:30 Uhr. Da das Event in der tiefen Winternacht stattfindet, ist mit extrem niedrigen Temperaturen und Schneefall zu rechnen. Die Umgebung ist während der Zeremonie sehr dunkel, was die dramatische Wirkung der Feuer verstärkt.
Das Ereignis ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Während Männer jeglichen Alters aktiv an dem rituellen Aufstieg an den Seilen teilnehmen können, dienten Frauen und andere Zuschauer primlich der Beobachtung des Geschehens. Es ist eine seltene Gelegenheit, die rohe Energie und die traditionelle Form japanischer Festivitäten hautnah zu erleben.
Der Veranstaltungsort, der Enzō-ji Tempel, liegt malerisch in Yanagawa, Fukushima. Die Region zeichnet sich durch eine Landschaft aus, die die Geschichte der Aizu-Region widerspiegelt. Eine Reise von Städten wie Aizu-Wakamatsu aus ist empfehlenswert, um die kulturelle Tiefe der Gegend voll auszuschöpfen.
Für die Teilnahme am Ritual selbst fallen keine Gebühren an. Für Verpflegung oder lokale Ausgaben in der Umgebung sollten Sie Bargeld oder gängige Kreditkarten bereithalten.
Vor Ort gibt es keinen garantierten englischsprachigen Service oder Informationsdienst.
Eine Vorabreservierung ist nicht erforderlich; die Zuschauer können das Spektakel frei verfolgen.
Aufgrund der extremen Kälte im Januar ist eine sehr warme Kleidung unerlässlich. Wir empfehlen dicke Winterjacken, Handschuhe, Mützen und vor allem festes, rutschfestes Schuhwerk, da der Boden schneebedeckt und glatt sein kann. Achten Sie bei Dunkelheit besonders auf Ihre Schritte.
Das Fotografieren ist erlaubt, solange der rituelle Ablauf nicht gestört wird und die Sicherheit der Teilnehmer respektiert wird.
Aufgrund der Schneelage, der Treppen und der unebenen Wege am Tempelgelände ist der Veranstaltungsort nicht barrierefrei und für Rollstuhlfahrer nur schwer zugänglich.