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Das Nagasaki Museum of History and Culture wurde in Zusammenarbeit zwischen der Präfektur Nagasaki und der Stadt Nagasaki gegründet. Es widmet sich dem Thema der „Geschichte des frühen Außenhandels“ in der Region. Seit seiner Eröffnung im November 2005 bietet das Museum einen tiefen Einblick in die Art und Weise, wie Nagasaki einst eine Brücke zwischen Japan und der Welt bildete. Die Einrichtung umfasst verschiedene Zonen wie den Bereich des Nagasaki Bugyo (Verwaltungsbüro), eine traditionelle Handwerkswerkstatt, sowie einen Shop und ein Restaurant, was einen ganzheitlichen kulturellen Besuch ermöglicht.
Das zentrale Thema des Museums ist der Außenhandel von Nagasaki während der Edo-Zeit. In dieser Ära fungierte Nagasaki als das wichtigste Tor Japans zur Außenwelt. Das Museum zeigt detailliert auf, wie die Rolle des Nagasaki Bugyo sowie der Einfluss ausländischer Gesandtschaften und Handelsgüter die Gesellschaft prägten. Besonders faszinierend ist die visuelle Aufbereitung der Geschichte durch 3D-Filme, die die kulturellen Veränderungen der Region dokumentieren und lebendig werden lassen.

Ein absolutes Highlight ist die originalgetreue Rekonstruktion historischer Räume. Im zweiten Stock befindet sich die „Historische Kultur-Zone“, in der ein traditionelles Kaufmannshaus (Machiya) nachgebaut wurde. Hier können Sie die saisonale Dekoration und die damalige Esskultur bewundern. Ein weiteres Highlight ist die „Nagasaki Bugyo Zone“: An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen werden hier dramatische Szenen nachgestellt, die historische Gerichtsprozesse simulieren. Zudem bietet ein spezieller 3D-Film, in dem der Schauspieler Morio Kazama die Rolle des Nagasaki Bugyo verkörpert, ein einzigartiges visuelles Erlebnis, das die Geschichte greifbar macht.
Da die Ausstellungen oft saisonal angepasst werden, bietet das Museum zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Einblicke. So finden beispielsweise zu Festen wie Tanabata, Obon oder dem Nagasaki Kunchi Festival spezielle Dekorationen in der Machiya-Zone statt. Für ein besonders intensives Erlebnis sollten Sie Ihren Besuch auf die Zeiten der historischen Nachstellungen (Samstag/Sonntag um 11:00, 12:00, 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr) abstimmen. Das Museum ist bis 19:00 Uhr geöffnet, sodass auch ein Besuch am späten Nachmittag sehr entspannt möglich ist.
Das Museum bietet weit mehr als nur das Betrachten von Exponaten. In der Werkstatt für traditionelles Handwerk können Besucher die lokale Kultur hautnah erleben. Die historischen Szenen im Bereich des Nagasaki Bugyo werden oft von Freiwilligen oder Studenten mit großem Engagement aufgeführt, was eine sehr authentische Atmosphäre schafft. Nach den Aufführungen gibt es oft die Gelegenheit für Erinnerungsfotos. Dies macht den Besuch zu einer interaktiven Zeitreise.
In der näheren Umgebung des Museums finden sich weitere kulturelle Anlaufpunkte, wie die ehemalige Nagasaki Prefectural Library oder der historische Suwa-Schrein. Diese Orte lassen sich ideal kombinieren, um die historische Tiefe von Nagasaki umfassend zu erkunden.
Der Großteil der Besichtigung findet in Innenräumen statt, was einen komfortablen Besuch ermöglicht. Bitte achten Sie beim Fotografieren auf die geltenden Regeln der einzelnen Ausstellungsbereiche. Für die Bezahlung der Eintrittskarten am Schalter können neben Bargeld auch Kreditkarten und elektronisches Geld verwendet werden. Da man sich teilweise in rekonstruierten historischen Räumen bewegt, empfehlen wir bequemes Schuhwerk.