
Guide
Nada Kuroiwa Suisenkyo liegt an der Südküste des Urutsubayama-Berges in der Stadt Minamiawaji, Präfektur Hyogo, und zählt zu den drei bedeutendsten Narzissen-Standorten Japans. Auf einer Fläche von etwa 7 Hektar gedeihen rund 5 Millionen wilde japanische Narzissen (Nihon Suisen), die das typische Landschaftsbild des Winters auf Awaji-jima prägen. Seit der umfassenden Renovierung im Dezember 2023 ist die Anlage als ganzjährig zugängliche Einrichtung modernisiert worden. Die Aussichtsplattform auf dem Dach des Gebäudes bietet einen atemberaubenden Panoramablick auf die Kii-Straße und die sich ständig wandelnde Natur.
Die Geschichte der Narzissen in dieser Region reicht bis in die Edo-Zeit zurück. Es heißt, dass lokale Fischer die Zwiebeln der an der Küste angespülten Blumen in den Hang pflanzten, woraus sich die heutige riesige Kolonie entwickelte. Seit den 1950er Jahren pflegen die Bewohner dieses Naturerbe mit großem Engagement. Zudem hat der Ort eine literarische Bedeutung: Die Figur „Otose“ aus dem Roman „Otose“ von Kahei Funayama hat laut der Erzählung ihre Wurzeln in diesem Gebiet von Nada Kuroiwa. Durch die jüngste Erneuerung der Verwaltungsgebäude und der Wanderwege wurde der Ort zu einem modernen Treffpunkt für Natur und Kultur.

Der absolute Höhepunkt ist die Massenblüte der weißen Narzissen in der Winterkälte. Der zarte Duft, der die Luft erfüllt, ist ein unverwechselbares Erlebnis. Im neu gestalteten Gebäude befindet sich zudem das „Fuku Café“, wo Sie sich bei einem Getränk entspannt zurücklehnen und die Aussicht genießen können. Von der Aussichtsebene aus können Sie zudem die ruhige Kii-Straße und in der Ferne die Insel Numashima bewundern, die eng mit japanischen Schöpfungsmythen verbunden ist. Die Kombination aus der wilden Schönheit der Natur und dem Blick auf das weite Meer ist einzigartig.
Die Hauptblütezeit der Narzissen liegt in der Regel von Mitte Januar bis Ende Februar. Wenn die Blüte Mitte Januar beginnt, verwandelt sich der gesamte Hang in ein weißes Blütenmeer. Da der Besuch im Winter stattfindet, empfehlen wir die hellen Tagesstunden, um die Farben des Meeres und des Himmels in voller Pracht zu erleben. Obwohl die Anlage ganzjährig zugänglich ist, ist der Zeitraum von Januar bis Februar die absolut beste Zeit für das volle Blumen-Erlebnis.
Ein Spaziergang auf den gut ausgebauten Wanderwegen ermöglicht es Ihnen, die Natur hautnah zu erleben. Sie können die filigranen Blumen direkt am Hang beobachten und die friedliche Atmosphäre genießen. Ein Besuch im Café ist ideal, um die Ruhe der Insel Awaji auf sich wirken zu lassen. Während der Blütezeit werden teilweise Shuttle-Busse eingesetzt, was die Anreise zu einem Teil des Ausflugs macht. Ideal für Fotografie-Enthusiasten und Menschen, die Entspannung in der Natur suchen.
In der Nähe befinden sich weitere attraktive Ziele wie die „Keino Matsubara“ (ein nationales Naturdenkmal), die weltberühmten „Naruto-Strudel“ (Naruto-Straße) sowie das „Takikawa Memorial Museum Tamaseikan“ für kulturelle Erlebnisse. Diese Orte lassen sich hervorragend zu einer Rundreise durch den Süden von Awaji-jima kombinieren.
Da die meisten Besuche im Winter stattfinden, ist warme Kleidung unbedingt erforderlich. Da die Wege an den Hängen liegen, empfehlen wir festes Schuhwerk. Bitte beachten Sie die lokalen Gegebenheiten bei Zahlungen im Café. Da die Wege zwar gepflegt, aber teils steil sind, ist beim Wandern Vorsicht geboten.