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Myokoku-ji ist ein bedeutender Tempel der Nichiren-Schule, der sich in Hosojima, Hyuga, in der Präfektur Miyazaki befindet. Die Geschichte des Tempels reicht bis in die Gründungszeit der Muromachi-Zeit zurück, und sein Bergname lautet Kofuku-san. Das herausragendste Merkmal ist der wunderschöne Garten, der als nationales Kulturgut (National Scenic Spot) eingestuft ist. Der Garten ist als Chisen-shiki-Teichgarten gestaltet und nutzt die natürliche Waldlandschaft des dahinter liegenden Kome-no-Yama als 'Shakkei' (geborgte Landschaft), wodurch eine vollkommene Harmonie zwischen Natur und Architektur entsteht.
Die Geschichte des Tempels ist tief verwurzelt. Es wird überliefert, dass die Gründung auf den Abt Saisho Ajari Nichikyo zurückgeht. Der Tempel spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung der Nichiren-Schule in Kyushu während der Kamakura-Zeit im 14. Jahrhundert. Während der Edo-Zeit diente der Ort aufgrund der Bedeutung des Hafens von Hosojima als Zwischenstation für Reisende auf dem Weg zum Sankin-kotai. Auch historische Aufzeichnungen über Besuche bedeutender Persönlichkeiten der Bakumatsu-Zeit belegen die kulturelle Relevanz dieses Ortes. Über Jahrhunderte hinweg war der Tempel ein fester Bestandteil der regionalen Glaubenswelt.
Das Highlight von Myokoku-ji sind der kunstvoll angelegte Garten und das imposante Tempeltor. Der Garten beherbergt Teiche, Inseln, Steinsetzungen und drei markante Hügel (Tsukiyama), die symbolisch für die buddhistischen Konzepte der drei Welten stehen. Eine einfache Holzbrücke führt über das Wasser und verbindet die verschiedenen Landschaftselemente. Ein weiteres Symbol der Beständigkeit ist der geschätzte 300 Jahre alte 'Meoto Icho' (Ehepaar-Ginkgo-Baum). Zudem beherbergt der Tempel wertvolle Kulturschätze wie die von Nichikyo handgezeichneten Mandalas und die Ito-Familien-Fudō Myōō-Statue, die die spirituelle Tiefe des Ortes unterstreichen.
Die Ästhetik des Gartens verändert sich mit den Jahreszeiten und dem Stand der Sonne. Vom Korridor der Südseite der Haupthalle aus bietet sich ein ruhiger Blick auf die gesamte Anlage. Besonders bei hellem Tageslicht lassen sich die Details der Felsformationen und der Pflanzenwelt sowie die Integration der Berglandschaft in den Hintergrund perfekt genießen. Die wechselnden Farben der Vegetation verleihen dem Garten zu jeder Zeit einen neuen Charakter.
In Myokoku-ji können Besucher tief in die traditionelle japanische buddhistische Kultur eintauchen. Durch die Betrachtung der historischen Architektur und der Gartenkunst versteht man die spirituelle Ästhetik Japans besser. An besonderen Tagen, wie dem 15. Tag des ersten Mondmonats (nach dem alten Mondkalender), werden noch immer traditionelle Zeremonien abgehalten. Die Stille des Ortes lädt zur meditativen Versenkung ein.
Die Region Hosojima in Hyuga zeichnet sich durch eine wunderschöne Küstenlinie und historische Landschaften aus. In der Nähe finden Besucher auch Strände, die ideal zum Surfen sind. Ein Besuch des Tempels lässt sich hervorragend mit einem Ausflug an die Küste oder durch Erkundungen der umliegenden Natur kombinieren.
Beim Besuch eines buddhistischen Tempels wird um ein respektvolles und ruhiges Verhalten gebeten. Es wird empfohlen, eher dezente Kleidung zu tragen und darauf zu achten, nicht zu freizügig gekleidet zu sein. Da der Garten teilweise unebene Wege oder Stufen aufweist, sind bequeme Schuhe sehr empfehlenswert. Bitte beachten Sie, dass für die Pflege der Kulturgüter Einschränkungen beim Fotografieren gelten können. Für Spenden oder kleine Ausgaben vor Ort ist Bargeld die bevorzugte Zahlungsmethode.