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Myoen-ji ist ein bedeutender Tempel der Soto-Schule, der sich in der Stadt Hioki in der Präfektur Kagoshima befindet. Der Tempel wurde vor etwa 600 Jahren während der Muromachi-Zeit von dem hochverehrten Mönch Ishiya Shinryo gegründet. Ein entscheidender Moment der Geschichte war, als Shimazu Yoshihiro, der 17. Oberhaupt des Shimazu-Clans, von den Lehren des Gründers tief beeindruckt war und den Tempel zu seiner familiären Grabstätte (Bodaiji) machte. Heute ist der Tempel auch als der 26. Station des Kyushu Shijukuin Yakushi-Pilgerwegs bekannt.
Die Wurzeln des Myoen-ji reichen bis in die Muromachi-Zeit zurück. In seiner Blütezeit war der Tempel äußerst einflussreich und besaß weitreichende Ländereien. Trotz der schwierigen Zeiten während der Meiji-Restauration, als viele Tempel durch die staatliche Religionspolitik bedroht waren, konnte der Myoen-ji durch die Hingabe seiner Gläubigen bewahrt werden. Besonders bedeutsam ist die Gedenkstätte der Shimazu-Familie, deren Relikte und Tafeln (Ihai) unter großen Opfern vor der Zerstörung gerettet wurden, was die tiefe historische Bedeutung dieses Ortes unterstreicht.
Ein absolutes Highlight ist die "Sengoku Shimazu Ihido", die Gedenkstätte für die Mitglieder der Familie Shimazu aus der Zeit der Streitenden Reiche. Hier werden die Geister von Shimazu Yoshi히ro, Toshihisa, Toshitsugu und Ietsugu sowie Shimazu Toyohisa, der in der Schlacht von Sekigahara fiel, geehrt. Ein Besuch der Haupthalle (Hondo), in der die Buddha-Statue verehrt wird, ist ein tiefgreifendes spirituelles Erlebnis. Besucher werden gebeten, beim Betreten der Halle die Schuhe auszuziehen und in stiller Andacht zu verharren. Zudem bietet der Tempel die Möglichkeit, Goshuin (spirituelle Kalligrafie-Stempel) und Onkyo (Sakraltexte) zu erwerben.
Der Myoen-ji ist für seine traditionellen Zeremonien bekannt. Besonders im Februar, am 3. und 4. Februar, findet das "Setsubun Hoshi Matsuri" statt, ein Fest zur Bitte um Glück für das kommende Jahr. Auch im Frühling finden spezielle Gedenkfeiern statt. Die Besuchszeiten liegen in der Regel zwischen 08:30 und 17:00 Uhr. Ein Besuch während der hellen Tagesstunden ermöglicht es, die Architektur und die friedliche Atmosphäre der Tempelanlage in vollem Umfang zu genießen.
Basierend auf der Zen-Lehre, die das Heilige im Alltäglichen sucht, bietet der Tempel verschiedene Segnungen (Kito) an. Dazu gehören Reinigungsrituale für das Haus, das Auto oder Schutzzeremonien (Jichinsai). Das Sammeln von Goshuin ist eine wunderbare Möglichkeit, die japanische Tempelkultur hautnah zu erleben. Die Gebühr für einen Goshuin-Stempel beträgt 300 Yen, während die Gebühr für die Aufzeichnung in einem Onkyo-Scroll 500 Yen beträgt.
Der Tempel liegt in der Region Ij ощуin in der Stadt Hioki. Die Umgebung ist geprägt von der Geschichte des Shimazu-Clans und bietet eine ruhige, kulturell reiche Kulisse für einen Spaziergang durch die Geschichte Japans.
Da beim Betreten der Haupthalle die Schuhe ausgezogen werden müssen, empfehlen wir das Tragen von bequemen Socken und leicht zu handhabenden Schuhen. Bei der Andacht vor dem Buddha ist es üblich, die Hände zu falten, sich tief zu verbeugen und den Satz "Namu Shakamuni Butsu" zu rezitieren. Für spezielle Segnungen oder Anfragen zu Goshuin ist es ratsam, vorab telefonisch Kontakt aufzunehmen, um sicherzustellen, dass die zuständigen Personen für Sie erreichbar sind.