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Das „Mukonage & Suminuri“-Fest, das jedes Jahr am 15. Januar in Matsuyama Onsen in der Stadt Tokamachi, Präfektio Niigata, stattfindet, ist ein traditionelles Ereignis zum japanischen Neujahrsfest (Koshogatsu). Dieses Fest ist ein tief verwurzeltes kulturelles Erbe der schneereichen Region und wird oft als eines der drei kuriosesten Feste Japans bezeichnet. Es besteht aus zwei sehr energiegeladenen Ritualen: dem „Mukonage“, bei dem frisch verheiratete Bräutigame (Muko) symbolisch einen Schneehang hinuntergeworfen werden, und dem „Suminuri“, bei dem die Teilnehmer die Gesichter der anderen mit schwarzer Tinte beschmieren. Diese Bräuche dienen dazu, die Gemeinschaft zu stärken und um Glück für die Ehe sowie Gesundheit und Wohlbefinden zu bitten. Seit Jahrhunderten wird dieses Erbe gepflegt.
Der Ursprung dieses Brauchs lässt sich bis in die Mitte der Edo-Zeit vor etwa 300 Jahren zurückverfolgen. Eine Theorie besagt, dass das Ritual als eine Art Initiationsritus für Schwiegersöhne eingeführt wurde, die von außerhalb in das Dorf einheirateten. Das „Suminuri“-Ritual basiert auf einer etwa 600 Jahre alten Tradition, bei der Asche aus dem rituellen Verbrennen von Neujahrsdekorationen verwendet wird. Diese Bräuche sind als immaterielle Kulturgüter der Stadt Tokamachi anerkannt und stehen symbolisch für die tiefe spirituelle Kultur Japans.
Das Herzstück des Festes sind zwei Hauptereignisse am Nachmittag. Zuerst findet das „Mukonage“ vor der Yakushido-Schrein statt: Hier werden die Bräutigame von den jungen Männern des Dorfes aus einer Höhe von etwa 5 Metern auf einen weichen Schneehang geworfen. Das Bild der lachenden Männer im tiefen Schnee ist äußerst beeindruckend. Danach folgt das „Suminuri“. Hierbei nutzen die Teilnehmer eine Mischung aus Schnee und schwarzer Tinte (Asche aus dem Feuerfest), um sich gegenseitig die Gesichter schwarz zu färben. Es ist ein dynamisches Spektakel, bei dem sich Einheimische und Besucher – manchmal sogar Polizisten – gemeinsam in die schwarze Farbe tauchen und eine unglaubliche Einheit bilden.
Da das Fest fest am 15. Januar stattfindet, ist die beste Zeit der tiefe Winter. Der Zeitplan ist in etwa wie folgt: Das „Mukonage“ beginnt gegen 14:00 Uhr, gefolgt vom „Suminuri“ ab ca. 15:00 Uhr. Da die Zeremonien im tiefen Schnee stattfinden, sollten Sie sich auf sehr kalte Temperaturen und eine dichte Schneedecke einstellen.
Besucher können aktiv am „Suminuri“ teilnehmen und sich die Gesichter schwarz färben lassen, um das Gefühl der Gemeinschaft zu erleben. Nach dem Fest bietet sich die Möglichkeit, die Spuren der Tinte in den Thermalquellen von Matsuyama Onsen abzuwaschen. Dies verbindet das kulturelle Erlebnis perfekt mit der lokalen Onsen-Kultur. Bitte beachten Sie jedoch, dass Kleidung und Gesicht nach dem Kontakt mit der Tinte stark verfärbt sein können.
Der Veranstaltungsort, Matsuyama Onsen, ist bekannt für seine erstklassigen Thermalquellen, die zu den besten Heilbädern Japans zählen. Nach dem Fest können Sie sich in einem der nahegelegenen Ryokans oder Hotels aufwärmen. Die Region ist zudem Teil des „Echigo-Tsumari Art Triennale“, was bedeutet, dass Sie in der malerischen Schneelandschaft auch moderne Kunstwerke entdecken können.
Da das Fest im Schnee stattfindet, ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Tragen Sie Kleidung, die Sie nicht mehr retten müssen, da die schwarze Tinte hartnäckig ist. Wir empfehlen einen Einweg-Poncho oder wetterfeste Kleidung. Festes Schuhwerk mit gutem Profil ist für die rutschigen Schneeflächen unerlässlich. Achten Sie auf vollständige Winterkleidung (dicke Jacken, Handschuhe, Mütze). Das Reservieren von Plätzen für Fotos ist untersagt. Die Teilnahme am Fest ist kostenlos, für die Anreise oder Verpfiege vor Ort ist jedoch Bargeld oder eine IC-Karte (wie Suica/Pasmo) ratsam.