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Das Hogaura Menburi ist eine tief in der Region verwurzelte Volkskunst, die im Rahmen des Shiura Herbstfestes in der Stadt Kashima (Präfektur Saga) aufgeführt wird. Dieses Fest ist als wichtiges immaterielles Kulturgut der Präfektur Saga anerkannt und symbolisiert die reiche Geschichte und Kultur der Region. Das markanteste Merkmal ist der Tanz der Darsteller mit Oni-Masken (Dämonenmasken) vor der Kulisse der weiten Reisfelder. Im Vergleich zu anderen Regionen zeichnet sich das Hogaura Menburi durch besonders prachtvolle Kostüme aus, die oft mit Wellen- oder Anker-Motiven verziert sind. Der sogenannte 'Michiyuki' (der feierliche Umzug) durch die ländliche Landschaft schafft ein unvergessliches Bild der Verschmelzung von Natur und Tradition.
Das Fest ist Teil des Shiura Herbstfestes, das den lokalen Schutzgoten zu Ehren aufgeführt wird. Das Menburi-Ritual besteht aus Tänzen, die von Flöten, Trommeln und Gongs begleitet werden. In der Region Kashima gibt es zwei Arten des Menburi, wobei die Hogaura-Variante durch ihre lebhaften Kostüme und die einzigartige Ästhetik der Bewegungen besticht. Es handelt sich nicht nur um Unterhaltung, sondern um ein heiliges Ritual (Shinji), das Gebete für die Ernte und den Schutz der Gemeinschaft in sich trägt.
Der Höhepunkt ist der 'Michiyuki'-Umzug am Morgen. Die Darsteller in ihren traditionellen Gewändern ziehen über die Wege zwischen den Reisfeldern – ein ikonischer Moment des Festes. Nach dem Umzug folgt die feierliche Darbietung (Hono) am örtlichen Schrein, was den spirituellen Höhepunkt des Tages darstellt. Der Kontrast zwischen den dynamischen Bewegungen der Tänzer und der friedlichen ländlichen Umgebung ist absolut beeindruckend.
Das Fest findet jährlich an einem Sonntag im September statt (meist der zweite Sonntag im Monat). Die beste Zeit für Beobachtungen ist der Vormittag: Der Michiyuki-Umzug beginnt gegen 8:00 Uhr, und die feierliche Darbietung am Schrein findet gegen 10:00 Uhr statt. Da die Ereignisse früh am Morgen stattfinden, empfiehlt es sich, frühzeitig vor Ort zu sein, um die besten Fotomotive zu entdecken.
Besucher können die intensive Atmosphäre der traditionellen Kultur hautnah miterleben. Das rhythmische Spiel der Trommeln und Flöten schafft eine ganz besondere Stimmung. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die lokale Gemeinschaft – von den Kindern bis zu den Ältesten – diese Traditionen lebendig hält. Bitte beachten Sie, dass es sich um eine reine Zuschauerveranstaltung handelt; es gibt keine Programme, bei denen Besucher aktiv am Tanz teilnehmen können.
Das Zentrum des Geschehens ist der Schrein in der Hogaura-Region, direkt neben dem Hogaura Bürgerhaus. Die Umgebung ist geprägt von malerischen Bauernhäusern und Natur. Als praktischer Ausgangspunkt dient die 'Michi-no-Eki Kashima' (Straßenstation), von der aus die Region gut erreichbar ist. An Festtagen gibt es oft Shuttle-Verbindungen.
Die Teilnahme am Fest ist kostenlos. Für Verpflegung oder lokale Transportmittel vor Ort ist jedoch Bargeld (Münzen und kleine Scheine) zwingend erforderlich, da Kartenzahlung oft nicht möglich ist.
Da es sich um ein lokales Gemeinschaftsfest handelt, wird vor Ort kaum Englisch gesprochen. Es wird empfohlen, sich vorab über den Ablauf zu informieren.
Da die Wege durch die Felder und um den Schrein herum schmal und teilweise uneben sind, tragen Sie bitte bequeme Schuhe. Da das Fest im Freien stattfindet, sollten Sie Sonnenschutz (Hut, Sonnenschirm) oder Regenschutz sowie wetterfeste Kleidung einplanen.
Fotografen sind willkommen, aber bitte achten Sie darauf, den Umzug und die rituellen Abläufe nicht zu behindern. Respektieren Sie die heilige Atmosphäre des Schreinbesuchs und die lokalen Bräuche.