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Mizudome-no-mai ist eine tief verwurzelte traditionelle Kunstform aus dem Bezirk Ota in Tokio. Ihre Ursprünget reichen bis ins Jahr 1321 (Genko 1) zurück, womit sie eine über 700-jährige Geschichte besitzt. Als offizielles immaterielles Kulturgut der Präfektur Tokio ist sie ein kostbares Symbol der japanischen Festkultur. Die leuchtenden Farben der Kostüme und die imposanten Löwenmasken der Darsteller entführen die Zuschauer in eine völlig andere, mystische Welt.
Der Ursprung dieses Rituals liegt in einer schweren Dürre, die die Region Musashi (das heutige Kanto) heimsuchte. Es heißt, dass der Abt der zweiten Generation, Honmitsu, im Jahr 1321 durch Gebete an eine Drachenstatue aus Stroh Regen herbeiführte. Doch zwei Jahre später kam es zu extremen Regenfällen, die die Felder zerstörten. Um die Natur zu besänftigen, schuf der Abt drei Löwenmasken. Die Bauern trugen diese, schlugen Trommeln und bliesen in Muschelhörner, um den Regen zu stoppen – was schließlich gelang. Dies war die Geburtsstunde des 'Mizudome-no-mai' (Tanz zur Stilllegung des Wassers), der heute als Dankesritual gepflegt wird.
Das visuelle Spektakel ist beeindruckend: Die Darsteller tragen große, farbenfrohe Kopfbedeckungen aus rotem oder schwarzem Stoff, verziert mit leuchtenden Kunstblumen in Pink, Gelb, Blau und Rot. Die geometrischen Muster der Kimonos und der rhythmische Klang der Trommeln sowie der Muschelhörner (Horagai) erzeugen eine einzigartige, spirituelle Atmosphäre, die Zuschauer tief bewegt.
Mizudome-no-mai findet nur einmal im Jahr statt: am zweiten Sonntag im Juli. Die Aufführung dauert von 13:00 bis 15:00 Uhr. Da das Event im Hochsommer stattfindet, können Sie die besondere Energie eines traditionellen japanischen Sommerfestes erleben. Das Ritual findet auch bei Regen statt, was der Szenerie eine besondere Tiefe verleiht.
Auch als Zuschauer können Sie die tiefe Spiritualität Japans hautnah erleben. Das Beobachten der kraftvollen Bewegungen und der rituellen Klänge ist eine meditative Erfahrung. Es ist zwar kein interaktiver Workshop, aber das Miterleben dieses jahrhundertealten Gebets ist ein unvergesslicher kultureller Moment.
Der Austragungsort ist der Gonsho-ji Tempel in Omori Higashi, Ota-ku. In der Nähe finden Sie kulturelle Orte wie das 'Omori Nori no Furusato-kan', um das kulturelle Erbe der Region weiter zu erkunden. Die Erreichbarkeit ist durch Busverbindungen von den Bahnhöfen der Keikyu-Linie oder der JR-Linien gut gegeben.
Da das Ritual im Juli stattfindet, ist es sehr heiß. Wir empfehlen leichte Kleidung, einen Hut und ausreichend Wasser. Da es sich um einen Tempel handelt, bitten wir um respektvolles Verhalten. Fotografieren ist erlaubt, solange der Ablauf des Rituals nicht gestört wird. Die Teilnahme ist kostenlos, aber prüfen Sie vorab die aktuellen Bedingungen vor Ort.