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Das Mitsubishi Ichigokan Museum wurde 2010 in Marunouchi, Tokio, eröffnet. Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Highlight: Es handelt sich um eine originalgetreue Rekonstruktion des ehemaligen Mitsubishi Ichigokan von 1894, basierend auf den Entwürfen des Architekten Josiah Conder. In diesem historischen roten Backsteingebäude finden jährlich drei große Sonderausstellungen statt, die sich thematisch mit der modernen westlichen Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts befassen. Zudem bietet das Museum kleinere Ausstellungen, die sich auf die hauseigene Sammlung konzentrieren und die Geschichte der westlichen Kunst lebendig werden lassen.
Die Geschichte dieses Ortes reicht bis zum Bau des ursprünglichen Mitsubishi Ichigokan im Jahr 1892 zurück. Das von dem britischen Architekten Josiah Conder entworfene Gebäude war ein Symbol für die Modernisierung Japans und diente als westlich geprägtes Bürogebäude. Das Design folgt dem in Großbritannien damals populären Queen-Anne-Stil. Obwohl das ursprüngliche Gebäude 1968 abgerissen wurde, wurde es 2009 unter Verwendung detaillierter historischer Pläne und Materialien originalgetreu wiederaufgebaut. Der Innenraum spiegelt die Architektur und den Geist der Meiji-Ära wider.
Die Sammlung des Museums umfasst Werke bedeutender Künstler wie Henri de Toulouse-Lautrec, Odilon Redon und Félix Vallotton. Besonders die Sammlung von Lithografien und Plakaten von Toulouse-Lautrec gilt als äußerst wertvoll. Ein weiteres Highlight ist die Sammlung von Kunsthandwerk, die das Thema „Japonismus im Alltag“ behandelt und Keramiken, Silberwaren sowie Glasarbeiten umfasst. Die Ausstellungsräume sind so gestaltet, dass sie die Kunstwerke harmonisch in die historische Architektur einbetten.
Die Öffnungszeiten richten sich nach den jeweiligen Ausstellungsperioden. Da die Temperatur in den Ausstellungsräumen zum Schutz der Kunstwerke konstant auf etwa 21 °C gehalten wird, empfehlen wir, je nach Jahreszeit eine leichte Jacke oder einen Schal mitzunehmen, um den Aufenthalt angenehm zu gestalten. Für eine entspannte Pause zwischen den Ausstellungen lädt das hauseigene Café „Café 1894“ zum Verweilen ein.
Neben dem Kunstgenuss bietet das Museum verschiedene kulturelle Angebote. Im Museumsshop „Store 1894“ können Sie exklusive Artikel erwerben. Zudem gibt es ein historisches Archiv sowie den Mehrzweckraum „Espace 1894“. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch des Cafés, das in einem ehemaligen Bankraum untergebracht ist und die historische Ästhetik des Gebäudes perfekt widerspiegelt.
Das Museum liegt im Marunouchi-Viertel, dem pulsierenden Zentrum für Wirtschaft und Kultur direkt neben dem Bahnhof Tokio. Die Architektur der umliegenden roten Backsteingebäude verleiht dem Viertel einen besonderen historischen Charme. Die Lage ist ideal, um zwischen Shopping, Geschäftsterminen oder Sightseeing in Tokio einen kulturellen Akzent zu setzen.
Da die Temperatur in den Galerien auf ca. 21 °C reguliert wird, ist ein leichter Überwurf (Cardigan oder Schal) ratsam. Aufgrund der historischen Holzstrukturen im Gebäude können Schritte im Ausstellungsbereich etwas lauter sein; daher sind Schuhe mit weicher Sohle ideal. Die Bezahlung der Eintrittskarten erfolgt in der Regel direkt an der Kasse. Informationen zu den Ausstellungen können auch auf Englisch abgerufen werden.