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Mirai no Kokoro no Oka (Hügel der Zukunft) ist ein monumentaler, weißer Marmorgarten in der Stadt Setoda, Onomichi, Präfektur Hiroshima. Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 5.000 m² und weist Höhenunterschiede von bis zu 25 Metern auf. Der verwendete Marmor stammt vollständig aus den berühmten Steinbrüchen von Carrara in Italien. Dieses außergewöhnliche Kunstwerk wurde vom Bildhauer Kazuto Kuetani ab 1988 über einen Zeitraum von 12 Jahren hinweg geschaffen. Der Garten wurde so konzipiert, dass er mit dem natürlichen Licht, dem Wind und der umgebenden Landschaft harmoniert. Es handelt sich nicht nur um einen Garten, sondern um eine „Umwelt-Skulptur“, die den Betrachter aktiv in den Raum einbezieht.
Die Entstehung dieses Gartens ist eng mit der Leidenschaft von Kazuto Kuetani verbunden. Durch seine Arbeit in Carrara, Italien, widmete er sich der Entwicklung von Umwelt-Skulpturen, die die natürlichen Eigenschaften von Naturstein nutzen. Der Marmor wurde in großen Mengen per Containerschiff nach Japan transportiert, um dieses Projekt zu realenisieren, das über viele Jahre hinweg von der ersten Vision bis zur Vollendung gereift ist. Das Projekt genießt internationale Anerkennung, unter anderem durch Auszeichnungen im Bereich Urban Landscape und die Erlaubnis der italienischen Behörden für Kulturgüter. Es ist ein einzigartiger Ort, an dem japanische religiöse Ästhetik und die italienische Marmorkultur auf harmonische Weise verschmelzen.

Im Garten finden sich zahlreiche Monumente, Plätze und Pfade in unterschiedlichen Größen und Formen. Besonders faszinierend ist die Textur des weißen Marmors, der im Sonnenlicht strahlt. Zu den bedeutendsten Strukturen gehören der „Turm des Lichts“, der mit dem buddhistischen Konzept der zwölf Himmelskönige in Verbindung steht, sowie Aussichtspunkte, die einen weiten Blick über die Umgebung bieten. Die Skulpturen verändern ihr Aussehen je nach Sonnenstand und Lichtintensität, was den Besuch zu einem dynamischen Erlebnis macht. Der Kontrast zwischen dem reinen Weiß des Marmors und der sanften, blauen Landschaft der Seto-Inseln ist ein unverwechselbares Merkmal.
Die Erscheinung von Mirai no Kokoro no Oka variiert stark je nach Tageszeit. Am helllichten Tag reflektiert der weiße Marmor das Sonnenlicht und erzeugt eine fast blendende, reine weiße Ästhetik. In den Abendstunden, wenn die Sonne im Westen untergeht, entstehen durch das schräge Licht tiefe Schatten und dramatische Kontraste an den Monumenten. Über das ganze Jahr hinweg sorgen die wechselnden Farben des Himmels und der Vegetation der Seto-Region für ein lebendiges Farbspiel mit dem weißen Stein. Besonders zur „goldenen Stunde“ eignet sich der Besuch, um die Dreidimensionalität der Skulpturen voll zu erfassen.
Besucher können hier weit mehr tun, als nur die Kunstwerke aus der Ferne zu betrachten. Man kann die Textur des Marmors hautnah erleben und eins werden mit dem Raum. Das Ziel des Künstlers war es, dass die Menschen den Raum mit allen Sinnen wahrnehmen und ihre eigene Vorstellungskraft entfalten. Ein Spaziergang durch die harmonisch gestalteten Pfade ermöglicht eine tiefe Verbindung zur Natur und zur Stille des Ortes.
Der Garten befindetsich auf dem Gelände des Kousanji-Museums. In der näheren Umgebung finden sich verschiedene Gebäude im traditionellen japanischen Stil, wie etwa fünfstöckige Pagoden und Schreine, die Einblicken in die japanische Architektur und Spiritualität geben. Die Region ist zudem bekannt für ihre wunderschöne Küstenlandschaft der Seto-Inseln.
Da der Garten über verschiedene Ebenen verfügt, empfehlen wir das Tragen von festem, bequemem Schuhwerk. Da es sich um eine Außenanlage handelt, sollten Sie auf das Wetter achten. Die Bezahlung erfolgt nach den geltenden Regeln der Einrichtung. Obwohl es teilweise englische Informationen gibt, ist eine gute Vorbereitung hilfreich. Bitte achten Sie auf die kulturelle Bedeutung des Ortes und verhalten Sie sich respektvoll.